Kirchengemeinden im Kreis Northeim planen openair

Sechs Heiligabend-Gottesdienste auf dem Mühlenanger

Das Foto zeigt den Northeimer Festplatz Mühlenanger aus der Luft
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Der Mühlenanger in Northeim aus der Luft.

Volle Kirchen bei den Heiligabend-Gottesdiensten, das darf es im Coronajahr 2020 nicht geben. Die meisten Gemeinden weichen deswegen ins Freie aus und planen Open-Air-Gottesdienste.

Landkreis Northeim - „Das entspricht auch der Empfehlung der Landeskirche“, sagt Superintendent Jan von Lingen, Chef des Kirchenkreises Leine-Solling, in dem die meisten evangelisch-lutherischen Gemeinden im Kreis Northeim vertreten sind. Nach Empfehlungen der Landesregierung und der Landeskirche wird explizit zu Freiluftgottesdiensten geraten. Allerdings sollten die Besucherzahlen 500 nicht überschreiten.

Die größten Open-air-Gottesdienste am 24. Dezember, und davon gleich mehrere hintereinander, wird es in den Mittelzentren Northeim (Mühlenanger), Einbeck (Stiftsplatz) und Uslar (voraussichtlich Schulhof Gymnasium) geben.

In Northeim tun sich die drei Stadtkirchengemeinden Sixti, Corvinus und Apostel zusammen und planen auf dem Mühlenanger eine Northeimer Stadtweihnacht, berichtet von Lingen. Unter dem Motto „Wie die Hirten auf dem Feld“ soll es zwischen 15 und 21.30 Uhr sechs Gottesdienste im Stundentakt geben mit großer Bühne, Orgel, Kantorei, Posaunenmusik, Gospel, Baumschmuck und leistungsstarker Beschallungstechnik.

Jan von Lingen

Sie sollen vorbehaltlich der Genehmigung durchs Gesundheitsamt je 30 Minuten dauern und im Stehen sowie unter Auflagen des Hygienekonzepts (Masken, Abstand durch abgekreidete Stehplätze, Einbahnregelung, Ordner) stattfinden. Von Lingen: „Durch die Vielzahl der Gottesdienste hoffen wir auf einer Entzerrung der Besucherzahlen.“ Die lägen deutlich unter 500 je Veranstaltung. Auf dem 10 000 Quadratmeter großen Platz seien so „riesige Abstände“ möglich.

Auch in den kleineren Gemeinden des Kirchenkreises sind meist Open-air-Gottesdienste an Heiligabend geplant, aber auch andere Aktionen wie Treckerfahrten mit Andachten an Stationen im Ort.

Die katholischen Kirchengemeinden im Landkreis planen hingegen zumeist Christmetten in den Kirchen, dann wegen Corona mit Voranmeldung. Eine Ausnahme bildet die katholische Gemeinde Northeim, die für die Christmette die Northeimer Stadthalle gebucht hatte.

Durchkreuzt Impfzentrum Pläne der katholischen Gemeinde?

Ob der Gottesdienst in der Stadthalle tatsächlich stattfinden kann, obwohl die Halle zwischenzeitlich vom Landkreis als Corona-Impfzentrum auserkoren wurde, kann laut Northeims Bürgermeister Simon Hartmann noch nicht gesagt werden. Erst müsse noch die Entscheidung des Landes abgewartet werden, ob die Stadthalle wirklich regionales Impfzentrum für den Landkreis werden und wann dieses in Betrieb gehen soll.

(Von Axel Gödecke)

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