Sven Tilch stellt seine Pläne für Silberborner Einrichtung vor

Heim in Silberborn wird künftig doppelt genutzt

Für das Jugendfreizeitheim in Silberborn hat der neue Besitzer Sven Tilch konkrete Pläne. Er will es als Bildungsstätte für Menschen aus seinen Pflegeeinrichtungen nutzen sowie weiterhin als Freizeit- und Sportstätte für Vereine und Verbände anbieten. Archiv
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Für das Jugendfreizeitheim in Silberborn hat der neue Besitzer Sven Tilch konkrete Pläne. Er will es als Bildungsstätte für Menschen aus seinen Pflegeeinrichtungen nutzen sowie weiterhin als Freizeit- und Sportstätte für Vereine und Verbände anbieten.

Der Volpriehäuser Unternehmer Sven Tilch will das ehemalige Jugendfreizeitheim Silberborn künftig als Bildungsstätte für seelisch behinderte Menschen und weiter als Freizeit- und Sportstätte nutzen.

Silberborn - Tilch wird bekanntlich als höchster Bieter das ehemalige Jugendfreizeitheim vom Landkreis Northeim für 400 000 Euro kaufen. Das hatte der Kreistag beschlossen. Jetzt möchte er eine Bildungs-Freizeit-Sportstätte Solling gGmbH (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) grunden und werde dafür ein Internetportal für Buchungen aufbauen.

Sven Tilch, Unternehmer

Wenn der anstehende Verkauf abgewickelt ist, rechnet der Volpriehäuser damit, seine Bildungs-Freizeit-Sportstätte nach dem Sommer in Betrieb nehmen zu können.

Tilch, der in Südniedersachsen mehrere Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen betreibt, will in Silberborn von montags bis freitags tagsüber Menschen betreuen, die im ehemaligen CVJM-Heim bei Dassel leben. Das Heim hatte Tilch gekauft und betreibt es seit Sommer 2019 als geschützten Ort für Menschen mit seelischen Erkrankungen.

An den Wochenenden und in den Zeiträumen, in denen das bisherige Freizeitheim nicht für die Bewohner aus der Dasseler Einrichtung genutzt werde, solle die Anlage weiterhin Vereinen und Verbänden, Schulen und Familien als Freizeitheim offen stehen.

Tilch wolle das „so anbieten, dass sich jeder einen Besuch dort leisten kann“. Er sei in der Angelegenheit auch für Gespräche mit Werner Drese (Polier) bereit, was die Nutzung an Wochenenden angehe.

Drese hatte mit einem Unterstützerkreis beim Landkreis mitgeboten, weil er das Freizeitheim als Erlebniszentrum Silberborn fortführen wollte, war aber mit seinem Gebot auf Platz drei gelandet (HNA berichtete).

Tilch möchte Personal vor Ort dauerhaft beschäftigen, der bisherige Hausmeister solle dort wohnen bleiben und dann auch für Tilch tätig werden. Wenn der Verkauf an ihn erfolgt sei, werde Tilch in die Einrichtung investieren, unter anderem in Brandschutz, Fassade, Wärmeschutz und in die Ausstattung, sagt er. Er gehe von Kosten von 400 000 bis 500 000 Euro aus.

Damit wende er insgesamt eine Million Euro für das Projekt auf.

Das ist der Plan

Für den Tagesstättenbetrieb in Silberborn für Menschen mit seelischen Behinderungen stellt sich Sven Tilch vor, dass dort maximal fünf Gruppen à sechs Personen von montags bis freitags unterrichtet werden. Die beiden Schulungs- und Klassenräume böten sich für Bildungsangebote oder Bewerbungstraining an. Die Sporthalle lasse verschiedene Sportprogramme zu, im Werkraum seien zum Beispiel Holzarbeiten möglich. 

(Frank Schneider)

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