Umzug an den Sultmer in zweieinhalb Wochen

Helios-Klinik an den Sturmbäumen: Abriss beginnt im neuen Jahr

Northeim. Der Rückbau der Helios-Klinik an den Sturmbäumen soll nach den Worten des Northeimer Helios-Geschäftsführers Jörg Wegener erst im neuen Jahr beginnen. Zwei Millionen Euro habe der Klinik-Konzern für den Abbruch kalkuliert. Größter Posten dabei seien die Entsorgungskosten.

Der Klinik-Umzug an den Sultmer findet in zweieinhalb Wochen statt.

Ehe die Gebäudehülle abgetragen wird, werde der Klinikbau nach dem Umzug im Innern entkernt. Das heißt unter anderem: Sämtliche eingebaute Leitungen werden demontiert und die verschiedenen Stoffe separat entsorgt.

Begonnen hat im Northeimer Krankenhaus das Einpacken. In den Abteilungen der Klinik werden bereits Gegenstände und Akten, die in den Neubau am Sultmer umziehen sollen, verpackt. Der Umzug findet von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. November, statt.

3500 Kisten werden von einem Umzugsunternehmen mit zehn Lastzügen im Pendelverkehr in die neue Klinik transportiert, außerdem mehr als 100 Krankenbetten, 100 Bürostühle, 160 sonstige Stühle und an die 300 Computer. Die Notfallversorgung wird während des Umzugs parallel in beiden Kliniken sicher gestellt.

Nach dem Umzug soll es einen Rundgang durch alle Klinikräume geben, um sicherzustellen, dass nicht irgendwo eine Patientenakte oder andere datenschutzrelevanten Unterlagen irgendwo liegen geblieben sind, betont Geschäftsführer Wegener.

Ob Operationstisch, -lampen oder alte Patientenbetten ohne elektrische Verstellmöglichkeiten: Was nicht mit an den Sultmer umzieht, soll nach den Worten von Helios-Sprecherin Julia Szikzsay nach dem Umzug bei eine Industrieauktion verkauft werden.

Für alles, was danach noch übrig ist, hat Helios bereits Vereinbarungen mit karitativen Einrichtungen getroffen, die Dinge zu spenden.

Der Klinikbetrieb wird vor dem Umzug heruntergefahren. Um die Zahl der Patienten, die aus dem alten in das neue Krankenhaus transportiert werden müssen, so gering wie möglich zu halten, sind Routineeingriffe entsprechend terminiert worden. Wie viele Patienten von den Rettungsdiensten per Krankenwagen an den Sultmer gebracht werden müssen, steht noch nicht fest. Nach den Worten von Friederike Röder, der Umzugsbeauftragten von Helios könnten es bis zu 180 sein. Zwölf Krankenwagen von Deutschem Roten Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Arbeiter-Samariter-Bund sollen eingesetzt werden. Die Notfallversorgung mit Rettungswagen im Landkreis Northeim bleibe gewährleistet, betont Heliios. (ows)

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