Die Ascher Bergratten spielen dreimal vor ausverkauftem Dorfgemeinschaftshaus

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In Bedrängnis: Im neuesten Stück der Ascher Bergratten gibt sich Karl Hase alias Karl Krull (links) als Frau aus, um Gundula Langdarm (Elke Walter, rechts) zu testen, während Theo Liebtoll (Jens Klinge, Mitte) kurz in seine Rolle schlüpft.

Asche. Als Garant für Frohsinn erwies sich zum wiederholten Mal die Theatergruppe „Die Ascher Bergratten“ im 15. Jahr. Am Wochenende spielte die Laienspielgruppe dreimal vor ausverkauftem Dorfgemeinschaftshause und erntete viel Applaus für „Suppenhenne sucht Traummann“.

Der Zuspruch gibt Gruppenleiterin Marita Randersen recht, die mit der Komödie von Erich Koch ein besonders derbes Stück ausgesucht hatte. Im Mittelpunkt des Stücks steht Karl Hase, brillant gespielt von Karl Krull, der endlich Großvater werden will, um einen Hoferben zu bekommen. Den passenden Schwiegersohn für seine beiden Töchter Ingrid (Julia Rach) und Jutta (Franziska) sucht er per Zeitungsannonce. Vorsichtshalber hat „Opa“ Hase auch eine Kontaktanzeige für sich aufgegeben. Damit es bei den Frauen auch klappt, ließ sich Karl Haare seines Hengstes auf seine Brust implantieren.

Liebestolle Bewerber

Und so geben sich im Hause Hase weibliche wie männliche Bewerber munter die Klinke in die Hand und werden auf Herz und Nieren geprüft. Es wird verkuppelt, gekämpft, geküsst und gebadet, was das Zeug hält.

Anja Schaper spielt die resolute Else Liebtoll, die es auf den Landwirt abgesehen hat, und Jens Klinge verblüfft als Elses angenabelten Sohn Theo Liebtoll, der alle Lebensweisheiten von seiner Mutter hat. Da er seit zwei Jahren kein Kindermädchen mehr habe, will er endlich ein Mann werden und geht im Hause Hase auf Hennenschau.

In den weiteren Rollen sind Walter Rithmüller als Horation Trödel, Karsten Koschel in einer Doppelrolle als Rex und Ted, Elke Walter als Gundula Langdarm und Astrid Krull als Mimi zu sehen, die das Muttersöhnchen Theo abnabeln will. Die Schauspieler erwiesen sich als textsicher. Nur wenig musste Ilse-Lore Boritzki weiterhelfen.

Das Echo aus dem Publikum war am Freitagabend positiv. „In Asche ist es immer wieder schön“, sagte die Moringerin Anne Sarunski, die zum fünften Mal zuschaute und den Ideenreichtum des Ascher Dorftheaters lobte. „Das Stück ist sehr derb, aber es macht Spaß zuzuschauen“, meinte Achim Kordack. „Es ist immer wieder lustig, aber heute haben sie gewaltige Sprüche drauf“, fand Horst Gensrich, der zum zehnten Mal ins Berg-Theater ging. Wie 59 weitere Gäste nutzte auch er den von einer Moringer Zuschauerin organisierten Bus.

Weitere Aufführungen gibt es am kommenden Wochenende. Für die Vorstellung am Freitag, 3. Februar, um 19.30 Uhr sind noch Restkarten erhältlich.
Infos dazu gibt es bei Ilse-Lore Boritzki, Tel. 0 55 05/19 17. (zsv)

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