Erster bundesweiter Warntag

Heute heulen um 11 Uhr alle Sirenen im Landkreis Northeim

Kreisbrandmeister Marko de Klein auf dem Dach der Grundschule Bad Gandersheim neben einer Sirene.
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Kreisbrandmeister Marko de Klein auf dem Dach der Grundschule Bad Gandersheim. Auch diese Sirene wird heute um 11 Uhr ertönen.

Landkreis Northeim - Am heutigen Donnerstag wird beim ersten bundesweiten Warntag seit der Wiedervereinigung der Ernstfall geprobt. Auch der Landkreis Northeim beteiligt sich.

In allen Dörfern, Städten und Gemeinden werden um punkt 11 Uhr Sirenen heulen, Warn-Apps piepen, außerdem Radio- und Fernsehsender ihre Sendungen unterbrechen und Lauftexte einblenden.

Laut Kreisbrandmeister Marko de Klein werden die Sirenen landkreisweit für eine Minute mit einem auf- und abschwellenden Ton zu hören sind. Dieses Sirenensignal soll die Bevölkerung im Ernstfall auffordern, so de Klein, Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. 20 Minuten später gibt ein einminütiger Dauerton „Entwarnung“.

„Dieses Sirenensignal zur Warnung der Bevölkerung, das zu Kriegszeiten noch als Fliegeralarm genutzt wurde, existiert bereits seit Jahrzehnten. Es ist vielen Bürgerinnen und Bürgern aber unbekannt. Deshalb wollen wir mit dem Warntag die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen erhöhen“, erklärt Marko de Klein.

Warnfälle könnten unter anderem extreme Unwetterlagen wie bei Orkantief Friederike, große Hochwasser, Erdbeben, Schadstoffaustritte, Großbrände, Bombenentschärfungen oder auch der flächendeckende Ausfall der Telekommunikation sein, so der Kreisbrandmeister weiter.

Ergänzend zu den Sirenensignalen wird es im Kreis Northeim kommt eine Warnmeldung über die App Biwapp geben, mit der der Landkreis Northeim auch über Straßensperrungen, Blitzer und Schulausfälle informiert.

Die App kann jederzeit für Smartphones heruntergeladen und problemlos installiert werden, so Marko den Klein.

Von Kathrin Plikat

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