Hirsche auf der Wilhelmswiese: Revierförsterklasse organisiert Waldinformationstag

Felle und Geweihe zum Anfassen: Hier stand das Jäger-Beute-Verhältnis von Hirsch und Wolf im Mittelpunkt. Fotos: Mönkemeyer

Northeim. Jagdhörner, Wildschweine, Enten und Hirsche waren unter anderem am Mittwochvormittag auf der Northeimer Wilhelmswiese zu hören.

Grund dafür war nicht etwa eine Treibjagd im Wieter, sondern ein waldpädagogischer Unterricht.

Zu dem hatte die Revierjägerklasse der Berufsbildenden Schulen Northeim II die Kinder der St.-Sixti-Kindergärten eingeladen. Nachdem sie ihre Gäste mit Jagdhornsignalen begrüßt hatten, nahmen die angehenden Berufsjäger, die sich in ihrem ersten Ausbildungsjahr befinden, die Kinder in kleinen Gruppen mit zu den einzelnen Stationen.

Tierstimmen

Dort standen unter anderem bei einem Blätter-Memory die Bäume des Waldes im Mittelpunkt. Auch der beste Freund des Jägers, der Jagdhund, war ein Thema der Aktion. Hier lernten die Mädchenund Jungen wie man sich verhalten sollte, wenn man einem Hund begegnet und was ausgebildete Jagdhunde alles können. An einer weiteren Station ging es um das Imitieren von Tierstimmen. Fasziniert lauschten die Mädchen und Jungen den Stimmen von Maus, Kuckuck, Ente, Reh, Wildschwein und Hirsch, die die Jäger mit Hilfe von Lockpfeifen oder anderen Utensilien täuschend echt nachahmen können.

Fuchs und Hase

Dass man sogar mit einem Abflussrohr den Brunftschrei eines Rothirschs imitieren kann, amüsierte die kleinen Besucher besonders, und natürlich nahmen sie das Angebot sofort wahr, das selbst auch einmal auszuprobieren.

Das Jäger-Beute-Verhältnis von Fuchs und Hase sowie von Wolf und Hirsch wurde ebenso unterhaltsam und kindgerecht beleuchtet wie das Verhalten des Eichhörnchens.

Das Problem der kleinen Nager, ihre vergrabenen Nüsse wiederfinden zu müssen, wurde den Kindern anschaulich vor Augen geführt: Sie mussten zunächst Nüsse in der Erde verstecken und diese nach einem kleinen Vortrag über die Lebensweise des Eichhörnchens wieder finden - was sich allerdings als ziemlich schwierig erwies und unter den Teilnehmern zu großem Gelächter führte.

Auch das Ertasten von Gegenständen aus dem Wald war mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Die in einem Karton vermuteten Eier entpuppten sich zum Beispiel als Walnüsse. Ein ausgestopfter Hase war hingegen leichter zu erraten. Die Bestimmung von präparierten Tierfüßen war ebenfalls nicht einfach. Ein als „Büffel“ identifiziertes Vorderbein gehörte einem Wildschwein.

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