Kommentar zum Rücktritt des Northeimer Bürgermeisters

Hans-Erich Tannhäuser verzichtet auf das Abwahlverfahren, das der Stadtrat am vergangenen Freitag beschlossen hat. Dazu ein Kommentar von Northeimer HNA-Redaktionsleiter Olaf Weiss. 

Lange hat Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser sich von der Auseinandersetzung mit der breiten Ratsmehrheit äußerlich unbeeindruckt gezeigt. Doch nun, nach Einleitung des Abwahlverfahrens, zieht er die Konsequenzen.

Sein Hinweis auf Gründe im gesundheitlichen Bereich sind ein deutlicher Hinweis dafür, dass die Auseinandersetzung, bei der es zunehmend einsamer um ihn wurde, ihm doch ziemlich zugesetzt hat. Gänzlich ausgeschlossen war es nicht, dass ihm die Bürger beim Abwahlverfahren erneut das Vertrauen ausgesprochen hätten. Doch ist ihm wohl klar geworden, dass für ihn eine Weiterarbeit im Rathaus auch dann nicht möglich gewesen wäre. Die Tischtücher zwischen Tannhäuser und dem Stadtrat einerseits und seinen Mitarbeitern in der Verwaltung anderseits waren seit Langem zerschnitten und ließen sich nicht mehr flicken.

So ist sein Rücktritt die logische Konsequenz der Situation, in der er sich befand: eine Sackgasse ohne Wendehammer. Es ging nicht mehr vor und nicht mehr zurück.

Rubriklistenbild: © Olaf Weiß

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