Zweite Anlage soll entstehen

Hochtief plant neues Pumpspeicherwerk in Freden

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Geplant: So soll das Pumpspeicherwerk Freden aussehen. Das Oberbecken liegt auf dem 350 Meter hohen Selter-Höhenzug, das Unterbecken 200 Höhenmeter tiefer im Leinetal.

Kreiensen/Freden. Seit 1965 gibt es nahe Kreiensen das Pumpspeicherwerk Erzhausen. Jetzt soll nur wenige Kilometer weiter bei Freden und ebenfalls am Selter-Höhenzug ein neues entstehen. Investor ist das vom Baukonzern Hochtief neu gegründete Unternehmen Pumpspeicherwerk (PSW) Leinetal.

Das neue Projekt stellten die Planer der PSW Leinetal auch schon in zwei Bürgerversammlungen der Bevölkerung vor. Auch die erste Hürde im Genehmigungsverfahren ist laut PSW-Prokurist Bastian Görke bereits genommen: die raumordnerische Prüfung für das Werk mit Ober- und Unterbecken hat der Landkreis Hildesheim als zuständige Behörde bereits abgeschlossen. Dieser habe entschieden, auf ein Raumordnungsverfahren zu verzichten.

Die Planungen für das Pumpspeicherwerk Leinetal sehen vor, dass am nordwestlichen Rand von Freden das Unterbecken in einem Teil der dortigen Sandgrube entstehen wird. In einem Kilometer Entfernung wird auf dem Thödingsberg, der zum Höhenzug Selter gehört, das Oberbecken entstehen.

Beide Becken haben laut Planung eine Wasserfläche von zusammen 33 Hektar und sind zwischen zwölf und 15 Metern tief.

Unterirdische Rohrleitungen sollen die Becken über einen Höhenunterschied von 200 Metern verbinden. Die elektrische Leistung der Anlage wird etwa 200 Megawatt betragen. Die Anbindung an das Stromnetz soll per Erdverkabelung hergestellt werden.

Nach der abgeschlossenen raumordnerischen Prüfung sollen jetzt laut Görke die wichtigsten Grundstücke gesichert werden. Dann stehe als nächstes der Planfeststellungsbeschluss an, so dass mit dem Baubeginn im Jahr 2016 zu rechnen sei.

Für den Bau kalkuliert der Hochtief-Konzern etwa vier Jahre, so dass das Fredener Werk 2020 ans Netz gehen könnte. (goe)

Von Axel Gödecke

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