Einmotoriges Sportflugzeug

Zwei Menschen sterben bei Flugzeugabsturz bei Holzminden

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Trümmer: Ein Teil der Tragfläche des abgestürzten Sportflugzeugs liegt hier in Mühlenberg bei Holzminden vor den Einsatzkräften. Am Dienstagabend sind zwei Menschen bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Holzminden. Eine einmotoriges Flugzeug ist am Dienstagabend in einem Wald bei Holzminden zerschellt. Bei dem Absturz sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist am Dienstag kurz vor 21 Uhr ein einmotoriges Sportflugzeug im Solling abgestürzt. Die beiden Insassen der Maschine haben das Unglück nicht überlebt. Der Notarzt konnte nur noch deren Tod feststellen.

Aktualisiert: 14.37 Uhr

Die Unglückstelle liegt im Bereich des Holzmindener Ortsteils Mühlenberg in der Nähe von Neuhaus. Dort hatten Anwohner am Dienstagabend einen lauten Knall gehört. Augenzeugen sahen Trümmerteile durch die Luft fliegen, die später in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die Absturzstelle gefunden wurden.

Von dem einmotorigen Sportflugzeug fanden die Rettungskräfte an der Absturzstelle, die sich in einem unzugänglichen Waldstück befindet, nur noch den Rumpf der Maschine und weitere Trümmerteile. Alle übrigen Teile waren zuvor offensichtlich abgerissen worden

Ein Expertenteam der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) aus Braunschweig hat vor Ort die Ermittlungen übernommen. Nach ersten Informationen soll die Maschine eine französische Kennen haben. Es ist aber weder bekannt, ob das Flugzeug im Nachbarland gestartet ist noch welches Ziel angesteuert werden sollte. Zum nahegelegenen Flugplatz Höxter-Holzminden soll die Sportmaschine jedenfalls nicht gehören. Zum Absturzzeitpunkt herrschten in diesem Bereich extrem schlechte Witterungsverhältnisse. Sogar ein alarmierter Hubschrauber, der zur Suche des Flugzeugs angefordert worden war, musste deshalb abdrehen. Die Feuerwehr drang mit ihren Spezialfahrzeugen nur schwer zur Absturzstelle vor, weil der Waldboden stark aufgeweicht war, teilte ein Polizeisprecher mit.

Flugzeugabsturz in Mühlenberg

Um wen es sich bei den beiden toten Insassen des abgestürzten Flugzeugs handelt, ist aktuell weiter ungewiss. Zwar wurden an Bord Papiere gefunden, die hätten sich aber nicht direkt bei den Toten befunden. „Deshalb können wir dazu nichts sagen“, so Polizeisprecher Jens Petersen. Bei der Maschine handelt es sich um eine einmotorige Jabiru J430.

Die ist in Dinslaken gestartet und hatte Oehna bei Magdeburg als Ziel. „Über die Unfallursache können wir noch nichts sagen“, bestätigte Jens Friedemann von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) Braunschweig. Die Ermittlungen könnten noch einige Tage dauern.

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