Gildentag: Kreishandwerksmeister warnt vor Ausbluten der Fläche

Northeim. Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe warnt vor einem Ausbluten der Fläche, wenn es zu Kreisfusionen in Südniedersachsen mit dem Zentrum Göttingen kommt. „Es darf sich nicht alles auf Göttingen konzentrieren. Davor haben die Menschen in unserer Region Angst“, sagte Hupe beim Gildentag 2012 am Montag in der Northeimer Stadthalle.

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„In der Presse kann ich als positives Argument für die Fusion nur das zu erwartende Geld für die Schuldenentlastung finden. Über die Perspektiven der Bürger wird nicht gesprochen“, kritisierte der Standesvertreter vor den Gästen aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben.

Er fragte insbesondere, wie könne die Nähe zur Bevölkerung erhalten bleiben, ohne die Kosten für den einzelnen Bürger und die Allgemeinheit zu erhöhen und wie solle die Fläche zum Beispiel mit Bildungsangeboten und Strukturförderung bedient werden?

Auftragslage gut

Erfreut zeigte er sich über die „gute Auslastung“ des Handwerks im vergangenen Jahr. „Die Prognosen für das neue Jahr stimmen wieder optimistisch.“ Als Beispiele für Investitionen nannte er die Baumaßnahmen am Northeimer Gymnasium Corvinianum, demnächst an den Berufsbildenden Schulen II der Kreisstadt und Straßenbaumaßnahmen. „Man investiert auch vorsichtig im Privat-Bereich und gönnt sich etwas.“

„Schlecht“ nannte er, dass das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung weiter im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat schmore.

Gildentag des Handwerks in Northeim

Gildentag des Handwerks in Northeim
Gildentag des Handwerks in Northeim © Niesen
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Harte Kritik äußerte er an den Auswirkungen der Finanzkrise. Die deshalb geforderte Stärkung der Eigenkapitalhinterlegung der Banken dürfe nicht dazu führen, dass die Versorgung kleiner Betriebe mit Krediten schwieriger und teurer werde. „Es wäre ein Treppenwitz, wenn dies zu einer systematischen Belastung für die Mittelstandsfinanzierung führen würde.“

KWS wirbt für Gentechnik

Gildentags-Festredner Georg Folltmann von der Einbecker KWS Saat AG, eigenen Angaben zufolge Nummer 4 im weltweiten Ranking der Pflanzenzüchter, betonte die Vorteile der Gentechnik. Heute führe sie zu Pflanzen, die sich selbst schützten, morgen würde sie eine gesündere Ernährung und Qualität mit sich bringen und übermorgen würden Pflanzen dank Gentechnik zu Mini-Fabriken unter anderem für pharmazeutische Produkte.

Landrat Michael Wickmann forderte in seinem Grußwort gemeinsame Anstrengungen für eine bessere Bildung, Ausbildung und Qualifizierung.

Der Pastor für Kirche und Handwerk, Walter Punke, forderte in seinem geistlichen Wort in Anlehnung an die Jahreslosung 2012 „Jesus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, sich nicht nur um Schwache zu kümmern sondern auch sich selbst Schwächen einzugestehen. „Geben Sie dem Schwachsein eine Würde.“ (zhp)

Rubriklistenbild: © dpa

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