16,8 Prozent der vorgestellten Fahrzeuge müssen wiederkommen

Immer weniger Autos fallen beim Tüv in Northeim durch

Der Leiter der Tüv-Station Northeim, Stephan Kistner, bei der Untersuchung eines Fahrzeugs.
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Der Leiter der Tüv-Station Northeim, Stephan Kistner, bei der Untersuchung eines Fahrzeugs.

Der Anteil der Fahrzeuge, die bei der Hauptuntersuchung durch erhebliche Mängel auffallen, sinkt. Wie der TÜV mitteilte, ist bei den Kontrollen in der Tüv-Station Northeim in diesem Jahr der Anteil der Fahrzeuge, die wegen erheblicher Mängel im ersten Anlauf keine neue Plakette aufs Nummernschild beklebt bekamen, auf 16,8 Prozent gesunken.

Northeim – 2020 waren noch 21,3 Prozent der Fahrzeuge durchgefallen. Wie ein Jahr zuvor wurde ein Auto als vollkommen verkehrsunsicher eingestuft.

Stephan Kistner, Leiter der Tüv-Station Northeim

Auch der Anteil der Autos, die überhaupt keine Mängel hatten, ist gestiegen. Waren es 2020 noch fast 70 Prozent der Fahrzeuge, bei denen die Prüfer des Tüv nichts zu beanstanden hatten, betrug ihr Anteil in diesem Jahr sogar 75,3 Prozent. Bei 7,9 Prozent kamen kleinere Mängel zutage, sodass insgesamt 83,2 Prozent der Fahrzeuge ohne Nachprüfung ihre Plakette bekommen haben (2020: 78 Prozent). „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten“, sagte der Leiter der Northeimer Tüv-Station, Stefan Kistner. Sie zeige die Langzeitqualität der Fahrzeuge, aber auch die Qualität der Autohäuser und Werkstätten.

Dabei riet er Autobesitzern, Inspektionstermine einzuhalten. Das senke das Risiko von Beanstandungen. „Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird“, sagte Kistner. Denn bei den Mängeln liegt laut der Tüv-Nord-Statistik nach wie vor der Bereich „Licht, Elektrik“ vorn. Es folgen „Achsen, Räder, Reifen“, „Umweltbelastung“ und „Bremse“.

Bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren (dann beträgt laut Tüv Nord die durchschnittliche Laufleistung 45 200 Kilometer) finden sich nur bei 5,1 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von elf Jahren (durchschnittliche Laufleistung 132 000 Kilometer) sind es schon 27,1 Prozent, die zur Reparatur müssen, bevor sie dann im zweiten Anlauf ihre Plakette bekommen. In der Tüv-Station Northeim war das durchschnittliche, überprüfte Auto 9,4 Jahre alt und hatte über 96 000 Kilometer auf dem Tacho. (Olaf Weiss)

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