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Impfbusse im Kreis Northeim noch bis Jahresende unterwegs

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Von: Axel Gödecke

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Impfen im Bus: So wie hier am Freitag vor der Mehrzweckhalle in Lindau nutzen etliche das mobile Angebot des Landkreises. Hier lässt sich Wolfgang Schmidt aus Bad Grund von Anna Hennies (ASB) piksen.
Impfen im Bus: So wie hier am Freitag vor der Mehrzweckhalle in Lindau nutzen etliche das mobile Angebot des Landkreises. Hier lässt sich Wolfgang Schmidt aus Bad Grund von Anna Hennies (ASB) piksen. © Hubert Jelinek

Das Interesse an Corona-Impfungen ist längst nicht mehr so hoch wie noch im vorigen Jahr. Trotzdem sollen die Impfbusse noch weiter in Betrieb bleiben, und zwar mindestens bis Jahresende.

Landkreis Northeim – Das bestätigte auf HNA-Anfrage die Northeimer Kreisverwaltung. Das gelte auch für die mobilen Impfteams, die in den Kommunen in festen Einrichtungen impfen. Der Einsatzauftrag des Landes Niedersachsen für die Impfbusse und die mobilen Impfteams gelte jedenfalls bis 31. Dezember dieses Jahres. Was danach passiere, stehe noch nicht fest.

Im Einsatz sind weiterhin im Kreisgebiet zwei Impfbusse, die im Auftrag des Landkreises von der Johanniter-Unfallhilfe und vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betrieben werden.

In den beiden Bussen würden aktuell im Durchschnitt insgesamt 32 Impfungen pro Tag, also 16 pro Bus, vorgenommen, so der Landkreis weiter. Dies habe eine Auswertung der Termine ergeben, die seit dem 1. März dieses Jahres bis heute stattgefunden haben.

Im selben Zeitraum hätten die beiden festen Impfstationen in Northeim (Alte Wache) und Einbeck (Hullerser Landstraße 25) durchschnittlich pro Tag insgesamt 48 Impfdosen verimpft.

Auch wenn in den Bussen nicht gerade eine voll mögliche Auslastung gefahren werde, bleibe dieses Angebot weiter wichtig, weil so auch Personen in den kleineren Ortschaften erreicht werden könnten, die nicht die Möglichkeit hätten, in eine der Impfstationen zu kommen, betont Kreis-Sprecherin Tanita Schebitz.

Sowohl in den festen Impfstationen als auch in den Bussen würden hauptsächlich Zweit-, Dritt- und nun auch Viertimpfungen nachgefragt. Nur vereinzelt gebe es noch Erstimpfungen.

Der neue, proteinbasierte Impfstoff Novavax, der für manchen Erst-Impfling interessant sein könnte, der den auf Basis der mRNA-Technologie hergestellten Impfstoffen von Biontech und Moderna skeptisch gegenüber steht, wird übrigens nur in den beiden festen Impfstationen in Northeim und Einbeck verimpft. Warum? Auch das erklärt die Kreis-Pressesprecherin: „Die Impfbusse haben nur eine Impfstraße, in der Impfstoff von Biontech verimpft wird. Damit soll eine Verwechslung der Impfstoffe ausgeschlossen werden.“ Auch Kinderimpfungen sind deswegen nur in den festen Impfstationen möglich.

Land zahlt die Kosten

Die Kosten für die im Landkreis Northeim mit Unterstützung von ASB und JUH etablierten Impfangebote werden vom Land Niedersachsen in Form von Monatspauschalen erstattet. Für jedes der vom Land bewilligten Impfteams gibt es eine Organisationspauschale von 63 000 Euro monatlich. Dazu kommt je Impfteam eine monatliche Nebenkostenpauschale von 5000 Euro sowie eine Pauschale für die Einsatzplanung in Höhe von 25 Prozent der Organisationspauschale. (Axel Gödecke)

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