Erfolglose Suche nach neuem Pächter

In Angerstein herrscht Angst um die letzte Kneipe

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Hoffen auf Neuverpachtung: Von links Gemeindebürgermeisterin Susanne Glombitza, Sabine Kurre, Angersteins Ortsbürgermeister Ralph Windwehe, Sebastian Bebermeier und Robert Stolz. 

Angerstein. Angerstein ist mit über 1700 Einwohnern die größte Ortschaft des Fleckens Nörten-Hardenberg – aber vielleicht bald um die letzte Gastwirtschaft im Ort ärmer.

Die jetzigen Pächter der Gaststätte „Zum Lindenkrug“ direkt an der Angersteiner Hauptstraße haben aus Altersgründen ihren Pachtvertrag nach zehn Jahren zum 1. Juli gekündigt. Das hat den Ortsrat und die Gemeindeverwaltung auf den Plan gerufen, denn neben dem Verlust der einzigen Kneipe soll natürlich auch das Dorfgemeinschaftshaus, in dessen Gebäudekomplex die Gaststätte integriert ist, eine gesicherte Zukunft haben. Das Gebäude gehört der Gemeinde Nörten-Hardenberg. „Der neue Pächter der Kneipe könnte auch das Dorfgemeinschaftshaus mit verwalten. Doch das ist nicht Voraussetzung für die Übernahme des Lindenkrugs“, berichtet Gemeindebürgermeisterin Susanne Glombitza.

Schon vor einiger Zeit wurden Anzeigen in der HNA geschaltet, mit denen man hoffte, einen neuen Pächter zu finden, berichtet Ortsbürgermeister Ralph Windwehe. „Gemeldet hat sich niemand“, bedauert er.

Auch seine Ortsratskollegen Sabine Kurre, Sebastian Bebermeier und Robert Stolz wollen alles daran setzen, die letzte Gaststätte zu erhalten. „Früher hatten wir drei Kneipen in Angerstein. Jetzt droht die Letzte zu schließen. Wir wollen dieses Kneipensterben bei uns nicht“, sagt Sabine Kurre.

Die Gaststätte hat eine Fläche von 130 Quadratmetern mit Küche und Nebenräumen, außerdem gehören ein Saal mit 155 Quadratmetern, ein Clubzimmer, ein Biergarten sowie zwei Wohnungen mit 107 und 65 Quadratmetern dazu, wobei die kleinere Wohnung derzeit vermietet ist.

Ralph Windwehe betont, dass alternativ auch nur die Gaststätte mit Wohnung oder nur der Saal verpachtet werden können. „Toll wäre es natürlich, wenn wir einen Pächter finden, der das gesamte Gebäude samt Dorfgemeinschaftshaus übernimmt“, sagt Sabine Kurre.

Notprogramm

Zur Not könne das Dorfgemeinschaftshaus, das von vielen Vereinen im Ort genutzt wird und in dem die Sitzungen des Angersteiner Ortsrates sowie viele Familienfeiern stattfinden, auch ehrenamtlich vom Ortsrat oder den Vereinen weiter betrieben werden. „Das wäre aber nur die zweitbeste Lösung“, so Kurre.

Laut Susanne Glombitza sei man zwar für alle Verpachtungs-Varianten offen, auf jeden Fall stehe aber der Weiterbetrieb der Gaststätte im Vordergrund.

Interessenten können sich schriftlich mit einem kurzen Konzept beim Flecken Nörten-Hardenberg, Burgstraße 2, 37176 Nörten-Hardenberg, bewerben. Für Rückfragen steht außerdem Martin Fahrtmann unter Telefon 0 55 03/80 81 45 zur Verfügung. Dort können auch jederzeit Besichtigungstermine vereinbart werden.

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