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In der ganzen Stadt sichtbar: Busse werben fürs Hilfetelefon

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Von: Hans-Peter Niesen

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Werben fürs Hilfetelefon: ZVSN-Vertreterin Ute Reuter-Tonn (v. l.), Gleichstellungsbeauftragte Julia Kögler, Erster Kreisrat Jörg Richert, Heike Oppermann (Beratungsstelle) sowie Simone Köhler und Dirk Schubert vom Polizei-Präventionsteam.
Werben fürs Hilfetelefon: ZVSN-Vertreterin Ute Reuter-Tonn (v. l.), Gleichstellungsbeauftragte Julia Kögler, Erster Kreisrat Jörg Richert, Heike Oppermann (Beratungsstelle) sowie Simone Köhler und Dirk Schubert vom Polizei-Präventionsteam. © hans-peter Niesen

Mit gut sichtbaren Aufklebern in den Bussen des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) gibt es jetzt Werbung für das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

Northeim – Die Aktion des Landkreises und Verkehrsverbund ist gerade erst angelaufen. Das Hilfetelefon ist unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung erreichbar. Dort werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr unterstützt.

Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim, Julia Kögler, bei der Vorstellung des orangefarbenen Aufklebers mit der plakativen Ansprache „Du bist nicht allein.“ Hilfe ist in 26 Sprachen möglich. Bis Mitte Juli wurden bereits 197 Fälle häuslicher Gewalt im Landkreis Northeim gezählt. Die Dunkelziffer ist vermutlich größer. „Deswegen ist es wichtig, möglichst an öffentlichen Stellen, an denen Betroffene im Alltag vorbeikommen, auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen“, betonte Northeims Erster Kreisrat Jörg Richert. Frauen müssten unauffällig die Nummer speichern und eventuell direkt etwa auf dem Weg zur Arbeit den wichtigen Anruf tätigen können Die Gewalt gehe häufig von Partnern oder Expartnern aus. Das Zuhause sei für Betroffene kein sicherer Ort mehr. „Wir dürfen es nicht weiter hinnehmen, dass die Zahlen kontinuierlich steigen. Wir brauchen eine vollständige, flächendeckende Umsetzung der Istanbul-Konvention, abgesichert durch Gelder von Bund und Ländern“, fordert die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Julia Kögler. Im Landkreis Northeim seien viele wichtige Stellen - darunter die Polizei, die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS), die Opferhilfe, die Täterarbeit sowie das Frauenhaus Northeim - im Netzwerk Runder Tisch gegen häusliche Gewalt miteinander verbunden und stünden im engen Austausch. Gemeinsam würden sich alle Mitglieder dafür einsetzen, häusliche Gewalt zu bekämpfen.  zhp

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