Atommüllendlager in Region soll somit ausgeschlossen werden

Informationen über Erdbeben im Landkreis Northeim gesucht

Gelbe Fässer für Atommüll stehen in einem Endlager.
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Gelbe Fässer für Atommüll stehen in einem Zwischenlager. (Symbolbild)

Arno Schelle setzt sich für die Verhinderung eines möglichen Atommüllendlagers in der Region Northeim ein, nachdem bekannt wurde, dass laut der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) Teile des Untergrunds des Landkreises günstig Standort für ein Endlager sein könnten. (HNA berichtete).

Northeim – Deshalb sammelt der Fredelsloher nun Informationen und Erinnerungen von Betroffenen an Erdbeben aus der Region. Die Erdbeben-Aktivitäten einer Region sollen die Endlager-Eignung ausschließen. Die Infos will er zusammentragen und dem Stadtarchiv und „Northeimer Jahrbuch“ dokumentarisch zur Verfügung stellen.

Schelle hatte gelesen, dass der Umweltjurist Reiner Geulen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Mühlheim-Kärlich vor Gericht stoppen konnte, weil er sich Zugang zu Archiven des Klosters Maria Laach über historisch berichtete Erdbeben verschaffte. Damit konnte er erfolgreich nachweisen, dass die Erdbebensicherheit des Reaktors nicht gewährleistet sei.

Daraufhin fiel Schelle ein, dass auch der Landkreis Northeim bereits mehrmals von Erderschütterungen betroffen war. Bei dem Erdbeben Mitte der 1970er-Jahre wurde das damals noch junge achtstöckige Kreishaus sicherheitshalber evakuiert, wie er berichtet. Sogar Schreibmaschinen sollen vom Tisch gerutscht sein.

1989 sollen sich zwei Erschütterungen in der Region ereignet haben. Eine wurde durch einen Bergstoß in einem DDR-Bergwerk ausgelöst. Personen mit weiteren Informationen über Erdbeben in der Region Northeim können sich bei Arno Schelle per Mail an arno.schelle@gmx.de oder unter Tel. 0 55 55/32 8 melden.  smm

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