Neue Regeln würden erst Dienstag in Kraft treten

7-Tage-Inzidenz klettert im Kreis Northeim über 100

Ein Wattestäbchen wird von einem Mensch in Schutzanzug und blauen Einweg-Handschuhen zu einem Reagenzglas geführt.
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Im Kreis Northeim ist eine weitere Person im Zusammenhang mit Corona verstorben.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner ist am Freitag im Landkreis Northeim auf über 100 gestiegen: Die Northeimer Kreisverwaltung hat einen Wert von 102,8 veröffentlicht. Damit gilt auch das Kreisgebiet als Hoch-Inzidenzkommune.

Landkreis Northeim - Auswirkungen habe der neue Wert aber noch nicht, sagte eine Landkreis-Sprecherin am Freitag. Denn der Grenzwert von 100 müsse drei Tage hintereinander überschritten sein. Ab dem übernächsten Tag nach diesem Zeitraum, also Dienstag, würden dann die verschärften Regeln gelten.

Der Landkreis müsse am ersten Tag nach der dreitägigen Überschreitung, sprich am Montag, eine Allgemeinverfügung mit den neuen Regeln erlassen.

Doch was würde das für den Landkreis Northeim bedeuten? Hier eine Auflistung: Private Treffen sind nur mit einer Person aus einem anderen Haushalt gestattet. Außerdem dürfen sich maximal fünf Personen treffen – Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.

Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Nur noch im Notfall, zu dienstlichen Zwecken oder wenn man zum Beispiel mit dem Hund raus muss, darf man das Haus verlassen. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr kann mann sich auch allein draußen aufhalten. Tagsüber darf Sport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden.

Davon ausgenommen sind Profisportler. Profisport findet aber weiter ohne Zuschauer statt. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren. Trainer müssen eventuell vorher einen Test machen.

Im öffentlichen PersonenNah- und Fernverkehr einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP 2 oder vergleichbar). Außerdem dürfen Züge, Busse und Taxen höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgäste besetzt werden.

Freizeiteinrichtungen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios, Theater sowie Ladengeschäfte müssen schließen. Geöffnet werden dürfen Wochenmärkte, Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte sowie der Großhandel. Sie alle dürfen aber nur ihr übliches Sortiment verkaufen.

Beim Einkaufen müssen Abstände eingehalten werden und die Kunden müssen in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) tragen. Möglich ist die Nutzung von „Click&Collect“ und bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 und mit Vorlage eines höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnisses auch „Click&Meet“.

Die Außenbereiche von Zoos und Botanischen Gärten dürfen mit Hygienekonzepten öffnen. Besucher müssen einen negativen Test vorweisen, außer Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben).

Gastronomische Betriebe dürfen nur außer Haus verkaufen, Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt. Werkstätten, Postfilialen, Banken und Waschsalons dürfen öffnen.

Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Außerdem dürfen Friseurbetriebe und Fußpfleger geöffnet bleiben. Diese dürfen aber nur mit Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) arbeiten. Friseur- und Fußpflegebesuche sind für Kunden nur noch mit negativem Test möglich. (kat)

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