Nach Astrazeneca-Stopp

Northeim: Impfungen mit Biontech und Moderna finden statt

Seniorin mit Schutzmaske erhält Corona-Impfung im Northeimer Impfzentrum
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Im Northeimer Impfzentrum wird aktuell nur noch mit Biontech und Moderna geimpft. Unser Archivfoto zeigt die 82-jährige Einbeckerin Hannelore Wichels, die ihre Impfung von Fabian Schmidt vom DRK erhält.

Im Northeimer Impfzentrum wird, bis klar ist, wie es mit dem Impfstoff von Astrazeneca weitergeht, aktuell nur mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna geimpft. Das hat die Northeimer Kreisverwaltung am Mittwoch mitgeteilt.

Northeim - Die bereits für diese beiden Impfstoffe vereinbarten Impftermine bleiben somit bestehen, heißt es weiter. Pro Woche werden laut Landkreis so derzeit rund 250 Impfungen vorgenommen.

Alle Impfungen mit dem Impfstoff Astrazeneca müssten dagegen komplett abgesagt werden. Hierzu habe der Betreiber des Terminportals bereits Terminabsagen per E-Mail und SMS verschickt, weitere Absagen per Post sollen in den nächsten Tagen eintreffen.

Außerdem sei geplant, dass die Betroffenen automatisch einen neuen Termin zugeteilt bekommen, sobald neue Terminkapazitäten zur Verfügung stehen, so der Landkreis weiter. Die Informationen dazu kommen aber vom Land Niedersachsen.

Unabhängig davon werde jetzt mit der Impfung der sogenannten Priorisierungsgruppe 2 begonnen, zu der unter anderem Menschen ab 70 Jahren gehören. Auch sie müssen laut Landkreis über das Impfportal des Landes einen Impftermin vereinbaren oder sich auf die Warteliste setzen lassen.

In der Mitteilung der Kreisverwaltung heißt es, dass laut Niedersächsischem Gesundheitsministerium geplant sei, alle betroffenen Personen in einem gestaffelten Verfahren anzuschreiben. So sollen zunächst alle Menschen über 77 Jahren angeschrieben werden, danach alle ab 74 Jahren und anschließend die übrigen Personen ab 70.

Das Anmeldeportal sei aber bereits seit Freitag freigeschaltet. Darum müsse niemand auf die Anschreiben warten, um sich für einen Impftermin vormerken zu lassen.

Mit der Öffnung des Anmeldeportals für die Impfberechtigten der Priorisierungsgruppe 2 können sich jetzt auch Mitarbeiter bestimmter Einrichtungen über das Anmeldeportal des Landes anmelden, allerdings nur einzeln.

Somit entfalle laut Kreisverwaltung die Terminbuchung für Belegschafts-Sammellisten über das Northeimer Impfzentrum. Bereits vorliegende Sammellisten würden aber noch abgearbeitet.

Das Anmeldeportal des Landes ist weiterhin ausschließlich über die Telefonnummer 08 00/9 98 86 65 (Montag bis Samstag/nicht an Feiertagen) oder im Internet über impfportal-niedersachsen.de zu erreichen.

Im Northeimer Impfzentrum können auch weiterhin keine Termine vereinbart werden.

Wer jetzt schon auf der Warteliste registriert ist, behalte seinen bevorzugten Terminanspruch. Darüber hinaus können laut Kreisverwaltung auch weiterhin Menschen aus der Priorisierungsgruppe 1 Impftermine vereinbaren oder sich auf einen Wartelistenplatz setzen lassen.

Wer gehört zu Priorisierungsgruppe 2?

Zur sogenannten Priorisierungsgruppe 2, für die jetzt die Impfungen starten, gehören laut Kreisverwaltung unter anderem :

Über 70-Jährige;

Menschen mit Trisomie 21 oder einer Contergan-Schädigung;

Organtransplantierte;

Menschen mit Demenz, einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychischer Erkrankung;

Menschen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen;

Menschen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen wie COPD, mit Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung sowie Adipositas mit einem BMI über 40;

Menschen, bei denen nach ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion besteht;

Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, die nicht ein einer Einrichtung leben;

Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren;

Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen arbeiten oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen;

Personen, die in medizinischen Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufs mit einem hohen oder erhöhten Ansteckungsrisiko tätig sind, insbesondere Ärzte und Mitarbeiter mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und von Corona-Testzentren sowie

Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Außerdem Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. (Kathrin Plikat)

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