ADAC-Bilanz: In Südniedersachsen liegt Hann. Münden vorne

750 Stunden im Stau: Auf A7 in Südniedersachsen brauchen Autofahrer viel Geduld

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Wenn nichts mehr geht: Autofahrer haben im Kreis Northeim bei Echte 2018 am längsten im Stau gestanden.

Autofahrer brauchen auf den Autobahnen in Niedersachsen viel Geduld. Aufsummiert 7572 Kilometer Stau gab es 2018 auf der A7 allein zwischen Schwarmstedt und Berkhof.

1691 Stunden mussten Autofahrer dort insgesamt beim Warten verbringen. Ursache für diesen längsten Stauabschnitt Niedersachsens ist der sechsspurige Autobahnausbau in dem Bereich.

Ganz so lang waren die Staus in Südniedersachsen nicht, allerdings gab es auch hier insgesamt rund 750 Stunden im Stau zu verbringen. Im Kreis Northeim gab es den meisten Stau auf dem Abschnitt Seesen bis Echte in Fahrtrichtung Süden. Auf 519 Kilometern standen die Verkehrsteilnehmer zusammengezählt in diesem Abschnitt im vergangenen Jahr und verbrachten so 132 Stunden. Auf dem zweiten Platz landete der Abschnitt Nörten-Hardenberg bis Northeim-West. 506 Kilometer lang war hier der Stau bei 211 Stunden Wartezeit. Der Stau im Kreis Northeim, in dem bis Ende 2021 die Autobahn ausgebaut wird, war laut ADAC verglichen mit dem A7-Ausbau bei Schwarmstedt noch moderat, heißt es auf HNA-Anfrage.

Längere Wartezeiten gab es in Richtung Landesgrenze. Zwischen dem Dreieck Drammetal und Hann. Münden-Hedemünden gab es in Fahrtrichtung Kassel 922 Kilometer Stau bei 221 Stunden Wartezeit. In gleicher Fahrtrichtung waren es zwischen Hann. Münden-Hedemünden und Lutterberg 626 Kilometer bei 187 Stunden.

Video aus dem Archiv: A7 als Autobahn des Grauens

Im Norden stand der Verkehr zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter in Fahrtrichtung Hannover auf 598 Kilometern bei 138 Stunden Wartezeit. Mehr war es in der Gegenrichtung: 642 Kilometer Stau bei 175 Stunden gab es hier. Gegenüber dem Vorjahr gibt es laut ADAC einen deutlichen Stauanstieg in Niedersachsen. Im bundesweiten Vergleich landet das Bundesland damit auf dem vierten Platz. Ursachen für die Staus sind laut ADAC-Statistik überwiegend Baustellen. 

Mehr Sicherheit: Alle sind gefordert

Laut ADAC bringen kurze Baustellendauern und der Erhalt möglichst vieler Fahrspuren eine Entlastung der Stau-Situationen auf den Autobahnen. Für einen besseren Verkehrsfluss und damit auch mehr Sicherheit seien alle Auto- und LKW-Fahrer gefragt. Die Beachtung aller Hinweise und Geschwindigkeitsbeschränkungen rund um die Baustelle, ein zügiges Einfädeln und mehr Rücksicht würden nach Ansicht des Automobilclubs für weniger Staus und damit mehr Verkehrssicherheit sorgen. „Wer stur auf das eigene Recht beharrt, verschlimmert die Situation“, so der ADAC. 

Verkehrschaos droht am Wochenende

Die A7 und Bundesstraße 3 sind in dieser Woche im Bereich Northeim erneut gesperrt. Gesperrt wird dieBundesstraße 3 im Bereich der A7-Brücke an der Autobahnanschlussstelle Northeim-Nord. Grund dafür ist ein Brückenabriss. Diese Sperrung gilt ab Freitag, 25. Januar, 22 Uhr und dauert voraussichtlich 24 Stunden bis Samstag, 26. Januar, 22 Uhr.

Diese Sperrung fällt in die Zeit einer weiteren Autobahn-Vollsperrung von Freitag bis Sonntag, 25. bis 27. Januar. Dann ist die A7 zwischen Seesen und Northeim-Nord für den Verkehr voll gesperrt. Ebenfalls betroffen ist die Gegenrichtung Hannover. Diese wird von Freitag, 25. Januar, 20 Uhr, bis Samstag, 26. Januar, 13 Uhr, von Northeim-Nord bis Seesen voll gesperrt. Der Abschnitt Echte bis Seesen wird von Samstag bis Sonntag, 26. und 27. Januar, für 24 Stunden ab 13 Uhr dicht.

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