Auch Vereine wären betroffen

Auetalschule: Firmen bangen um Auszubildende bei Schließung

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Setzen sich für die Auetalschule Kalefeld ein: Michael Laue, Sandra Nolte aus dem Elternrat, Michael Aron, Felix Ristau, Laurenz Meyer, Marion Maulhardt, Thorsten Preuß, Lukas Rohmann und Torsten Schäfer (von links).

Kalefeld. Deutlich für den Erhalt der Oberschule Kalefeld haben sich die Unternehmen in der Gemeinde Kalefeld ausgesprochen.

Viele junge Menschen aus der Region hätten die Chance auf Jobs in der Heimat - mit der Schließung der Schule sehen die Firmen allerdings eine Reihe von Nachteilen.

„Wir haben eine enge Kooperation mit der Auetalschule, stellen den Schülern unseren Betrieb vor und unterstützen auch im Bewerbungstraining“, sagt Torsten Schäfer von Kurt Maier Motor-Press aus Kalefeld. „Wir suchen aktiv die Verbindung zur Schule, um Lehrlinge zu finden.“ Dabei gibt es laut Schäfer eine fast einhundertprozentige Übernahmequote in dem Kalefelder Betrieb. Bedenken hat Schäfer bei einer Schließung der Schule, da es durch den schlechten öffentlichen Personen-Nahverkehr kaum Möglichkeiten für Schüler gebe, aus Northeim zum Betriebspraktikum nach Kalefeld zu kommen. Auch langfristige negative Auswirkungen auf die Kindergärten müsse man bedenken, wenn man den Oberschulstandort Kalefeld schließe.

Nachwuchs fehlt 

Ähnliche Sorgen haben auch die Rheinischen Kunststoffwerke in Dögerode. „Wir haben aktuell eine Einstellungsschwemme, es wird aber schwerer, die Stellen zu besetzen“, sagt Michael Laue von den RKW. „Gibt es keine jungen Menschen mehr in der Gemeinde, gibt es keine jungen Auszubildenden und damit keine jungen Arbeitskräfte“, erklärt Laue.

„Hier trifft sich Jung und Alt.“

Sorgen um das Sportangebot in Kalefeld und darüber hinaus macht sich Michael Aron vom Turn- und Sportverein Kalefeld (TuS) bei Schließung der Schule. „In Spitzenzeiten treiben hier 800 Menschen Sport auf dem Sportplatz und den zwei Sporthallen in Kalefeld“, sagt Aron. Von den Bambinis bis hin zur Senioren-Gymnastik reiche das Angebot des Vereins, der seine Räume auch einer Vielzahl weiterer Gruppen zur Verfügung stellt. Ohne die Oberschule könne man sich beide Hallen, nur finanziert durch Mitgliedsbeiträge, nicht mehr leisten.

Thorsten Preuß, stellvertretender Schulleiter der Oberschule, betonte, dass die Schüler bei Vergleichsarbeiten auf Landes- als auch auf Bundesebene überdurchschnittlich abschneiden. „Wenn man ein funktionierendes System hat, dann muss man sich fragen, warum man dies kaputt machen will“, sagt Preuß.

Lobende Worte gab es auch von der Schülervertretung. „Wir fühlen uns hier nicht nur wohl, sondern werden von unseren Lehrern auch umfangreich gefördert“, sagte Laurenz Meyer. „Wenn wir eine Nachhilfestunde brauchen, bekommen wir die. Das funktioniert nur so gut, eben weil es eine so kleine Schule ist“, ergänzte Felix Ristau.

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