Kreistag entscheidet im März über die Zukunft

Auetalschule Kalefeld kämpft um Eigenständigkeit

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Für sie ist die Auetalschule wichtiger Teil des Alten Amts: Der Schulausschuss der Gemeinde Kalefeld bei seinen Beratungen in der Aula der Grundschule Düderode.

Kalefeld. Bevor der Kreistag im März über die Zukunft der Oberschule in Kalefeld entscheidet, beginnt in dem Altämter Ort der Kampf um den Erhalt ihrer Auetalschule. Sie war Thema im Schulausschuss.

Dort wurde berichtet, dass sich die Oberschule über konstante Schülerzahlen und gleich zwei neue Lehrkräfte, die am Mittwoch verbeamtet werden konnten, freut. Zugleich bangt die Schulleitung aber um ihr Konzept, sollte die Auetalschule zu einer Außenstelle von Bad Gandersheim werden. Das sagte Schulleiterin Angelika Metje in Düderode.

Herbert Bredthauer

Ende November hatte der Landkreis dem Kreis-Schulausschuss vorgeschlagen, die Schule im Sommer 2019 zu schließen (HNA berichtete). Die Kalefelder Fünftklässler sollten schon ab Sommer dieses Jahres in der Oberschule Bad Gandersheim eingeschult werden. Letztlich hat der Kreis die Entscheidung vertagt und muss jetzt zwischen drei Optionen entscheiden: Die Auetalschule eigenständig zu erhalten und auszubauen, sie als Außenstelle der Oberschule Bad Gandersheim zu betreiben oder allmählich zu schließen und ab der fünften Klasse 2017 nicht mehr einzuschulen. Die finale Entscheidung fällt am Freitag, 10. März. Kritik an den Planungen des Landkreises übte Herbert Bredthauer (SPD): „Laut Landesschulbehörde soll eine Außenstelle nicht mehr als zehn Kilometer von ihrem Hauptsitz entfernt sein.“ Dabei sei man in Kalefeld hart an der Grenze. „Je nachdem, wie man fährt, kommt man auf 9,8 oder 10,2 Kilometer.“ Ganz klar gegen die Schließung spreche die Qualität der Schule. „Es hat in den letzten Jahren keinen Abgänger ohne Abschluss gegeben. Die Schule leistet hervorragende Arbeit mit hoher Qualität“, betonte Bredthauer.

Ganz klar gegen das Außenstellenkonzept spricht sich Schulleiterin Metje aus. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer würden von der Hauptstelle abgekoppelt werden, so könne unter anderem der pädagogische Austausch nicht mehr stattfinden und Lehrer müssten in ihren Pausenzeiten zwischen den Standorten pendeln. „Außerdem will der Landkreis eine Halbtagsschule haben. Unser Konzept der Ganztagsbetreuung funktioniert dann nicht mehr“, sagte Metje. Die Schule biete unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Betrieben für Praktika zur Berufsorientierung an, in Kürze gibt es zudem wieder eine Mofa-AG und auch die Prüfungsvorbereitungskurse fallen in die Ganztagsangebote.

Fast alle Ortsräte haben sich mittlerweile in einer Resolution für den Erhalt der Oberschule ausgesprochen, einzig der Ortsrat Düderode/Oldenrode fehlt noch, der in Kürze tagt und den Punkt ebenfalls auf der Tagesordnung hat.

Der Schulausschluss hat daher die Empfehlung abgegeben, dass die Oberschule Kalefeld als eigenständige zentrale Schule dauerhaft bestehen bleiben soll. Variationen in den Schülerzahlen könne man durch die zwei zur Verfügung stehenden Gebäude kompensieren. Die Mittel für notwendige Investitionen solle der Landkreis zur Verfügung stellen, heißt es.

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