Aula wird weiter genutzt

Auetalschule in Kalefeld steht auch nach Schließung zur Verfügung

Auch nach Schließung der Auetalschule gibt es weiter Veranstaltungen in der Aula: Günter Fischer, Klaus Oppermann, Kerstin Martin und Christian Grascha (v. l.).
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Auch nach Schließung der Auetalschule gibt es weiter Veranstaltungen in der Aula: Günter Fischer, Klaus Oppermann, Kerstin Martin und Christian Grascha (v. l.).

Aufatmen in Kalefeld: Der Ortsrat und die örtlichen Vereine dürfen auch nach der endgültigen Schließung der Auetalschule im Sommer weiterhin die Aula, die Küche und die Toiletten nutzen.

Kalefeld – Zudem will ihnen der Landkreis den Nebenraum der Küche sowie den Werk- und den Musikraum zur Verfügung stellen. Sie werden demnächst als Besprechungs- und Versammlungsräume hergerichtet.

„Northeim hat alle unsere Forderungen vollständig erfüllt“, freut sich Ortsbürgermeister Klaus Oppermann gemeinsam mit seinen Ortsratskollegen Kerstin Martin und Günter Fischer. Alle gehören der Wählergruppe an.

Entsetzt hatten sie im vergangenen Jahr auf Überlegungen reagiert, nach denen die Schule abgerissen oder verkauft werden sollte. Mit einer Unterschriftensammlung mobilisierten sie die Bürger des 1450-Einwohner-Orts. Die Listen lagen in einem guten Dutzend örtlicher Geschäfte und Betriebe aus. 500 Menschen, darunter auch auswärtige, machten sich dafür stark, dass die Ortsgemeinschaft die Räume weiterhin nutzen darf.

Im Oktober übergab Oppermann die Listen der Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD). „Wir brauchen die Aula“, stellte der Ortsbürgermeister damals im Gespräch mit ihr klar.

So führt das Deutsche Rote Kreuz dort dreimal im Jahr eine Blutspendeaktion durch. Die Feuerwehrkapelle gibt dort jährlich ein, zwei Konzerte. Der Gesangverein trägt Lieder vor. Der Heimatverein nutzt den Saal für Ausstellungen. In der Vorweihnachtszeit richtet der Ortsrat einen Seniorennachmittag aus. Vereine feiern dort Jubiläen. „Bis zu 120 Menschen passen in die Aula“, ergänzt Fischer. Einen so großen Raum gibt es sonst nicht im Ort.

Das hat den Landkreis am Ende überzeugt. Im Mai informierte er den Ortsrat darüber, dass die Aula den Kalefeldern erhalten bleibt. Zudem will Northeim nach der Schulschließung Renovierungsarbeiten durchführen. „Wir können die drei geplanten Besprechungsräume gut gebrauchen“, betont Ortsbürgermeister Oppermann. Zufrieden ist er auch mit der Lösung, die für die Turnhalle gefunden worden ist. Die Gemeinde Kalefeld übernimmt sie und stellt sie dem Sportverein zur Verfügung.

„Die drohende Schließung der Schule beschäftigt uns seit zehn Jahren“, berichtet Oppermann. 2011 trafen sich die Kalefelder erstmals zu Protestmärschen in Northeim. „Quälend lang“, so der Ortsbürgermeister, zog sich die Debatte hin. Verunsicherte Eltern meldeten ihre Kinder gar nicht mehr an der Auetalschule an.

2018 fällte dann der Kreistag die Entscheidung, die Auetalschule auslaufen zu lassen. „Das war eine der bittersten Entscheidungen, die ich als Kreistagsabgeordneter mitgetragen haben“, sagt Christian Grascha (FDP). Er hat die Kalefelder in den vergangenen Monaten dabei unterstützt, dass sie zumindest die Räume der Schule in Zukunft weiter nutzen können. „Ein Erhalt der Auetalschule wäre uns natürlich lieber gewesen“, kommentiert das Ortsratsmitglied Günter Fischer. (MichaelCaspar)

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