Bald gemeinsamer Ortsrat für Düderode und Oldenrode?

Wollen auf politischer Ebene enger zusammenrücken: Die Ortschaften Düderode und Oldenrode, hier aus der Luftperspektive zu sehen. Foto: Gödecke

Düderode/Oldenrode. In Zeiten des demografischen Wandels gehen Oldenrode und Düderode neue Wege. Die Ortsräte denken darüber nach, sich zusammenzuschließen.

Das wäre ein Novum im Alten Amt.

Ob beim Sport, bei Festen oder im Verein: Seit vielen Jahren gibt es in Düderode und Oldenrode enge und erfolgreiche Kooperationen. In direkter Nachbarschaft gelegen, haben beide Dörfer in Zeiten des demografischen Wandels mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb liegt es nahe, dass die Ortschaften nun auch auf politischer Ebene enger zusammenrücken wollen.

Schon bei der Ortsratswahl im Herbst 2016 könnte ein gemeinsames Gremium gewählt werden, so die Idee. Dieses würde dann knapp 1100 Einwohner vertreten und hätte damit in der Gemeinde Kalefeld mehr politisches Gewicht. Vor Kurzem haben beide Ortsräte deshalb gemeinsam mit Vertretern der Gemeindeverwaltung getagt, um die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss zu erörtern.

„Wir wollen nicht die kompletten Orte zusammenschließen“, betont Wolfgang Pförtner, Ortsbürgermeister von Düderode. Es gehe allein darum, ein schlagkräftiges politisches Gremium zu haben und die Außendarstellung zu verbessern. „Auch die Feuerwehren müssen nicht um ihre Souveränität bangen“, pflichtet der Oldenroder Ortsbürgermeister Falk Schwarz bei.

Bis zu den Sommerferien wollen beide Seiten nun über Vor- und Nachteile beraten. Auch die Bürger sollen an der Entscheidung für oder gegen ein gemeinsames Gremium beteiligt werden. Dazu planen die Ortsräte eine öffentliche Infoveranstaltung. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.

Für einen gemeinsamen Ortsrat spricht laut Pförtner die schwierige Suche nach politischem Nachwuchs. Mitglieder für ein gemeinsames Gremium zu finden, sei möglicherweise einfacher. Derzeit bestehen beide Ortsräte aus je sieben Mitgliedern.

In der Gemeinde Kalefeld beschreiten Düderode und Oldenrode mit ihrem Vorhaben Neuland. Sollten sich beide Seiten für einen gemeinsamen Ortsrat aussprechen, muss auch der Gemeinderat diesem Entschluss zustimmen. Denn dazu ist eine Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde erforderlich. Hier ist festgelegt, dass jede Ortschaft einen eigenen Ortsrat bildet.

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