Frost legt Baustelle in Sebexen still

An der Kreuzung Gandersheimer Straße/ Hohe Straße ist kein Durchkommen: Erst, wenn die Temperaturen dauerhaft über dem Gefrierpunkt liegen, werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Foto: Schwekendiek

Sebexen. Eigentlich sollten seit Mitte Januar in Sebexen wieder die Bagger rollen. Doch es tut sich nichts an der Baustelle an der Gandersheimer Straße

Die Ortsdurchfahrt bleibt gesperrt. Wer von Süden nach Sebexen fahren will, muss einen drei Kilometer langen Umweg über Osterbruch in Kauf nehmen.

Das sorgt für Unmut bei manch einem Anwohner. „Es geht einfach nicht voran“, beschwert sich ein Anlieger, der namentlich nicht genannt werden möchte. Und auch bei der Gemeindeverwaltung in Kalefeld wächst der Unmut. Auf anderen Baustellen, zum Beispiel an der Buchenhöhe in Echte, werde derzeit schließlich auch gearbeitet, bestätigt Bürgermeister Jens Meyer, „trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt“.

Risiko ist zu groß

Dennoch begründet der Landkreis als Bauherr die Verzögerungen mit den aktuellen Temperaturen und der Witterung. „Das Risiko, dass die Arbeiten nur in schlechter Bauqualität umzusetzen wären, ist gegenwärtig zu hoch“, erklärt Dirk Niemeyer, Pressesprecher des Landkreises, auf Nachfrage.

Regen in Kombination mit Nachtfrost führe dazu, dass Boden nicht mehr vorschriftsmäßig eingebaut und verdichtet werden kann. In der Folge könnte der Boden aufweichen, was sich langfristig auf die Qualität der Straße auswirken würde. Als Beispiel nennt Niemeyer die „Verdrückungen“ im Straßenkörper, die an der Hohen Straße zu sehen seien. Diese seien auf mangelhafte Tragfähigkeit im Untergrund und mangelnde Frostsicherheit der Böden zurückzuführen. An der Gandersheimer Straße soll dieser Fehler nicht wiederholt werden.

Planmäßiger Fortschritt 

Wie geplant, seien die Kanalbauarbeiten an der Ganderheimer Straße inzwischen bis zur Hohen Straße fortgeschritten, so Niemeyer. Für den nächsten Bauabschnitt muss die Hohe Straße voll gesperrt werden, so dass für die Anwohner bis voraussichtlich August noch größere Behinderungen entstehen.

„Ein Weiterbau macht nur Sinn, wenn zu erwarten ist, dass zügig und ohne Behinderungen gebaut werden kann“, erklärt der Pressesprecher. Die Anwohner müssen sich während des Winters also weiter in Geduld üben.

Von Julia Schwekendiek

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