Es gibt bereits Interessenten

Gewerbepark Kalefeld soll 2021 bereit sein

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Hier soll er entstehen: Der Gewerbepark bei Kalefeld ist an der Bundesstraße 445 geplant. Das Hinweisschild (klein in der Bildmitte) steht seit Langem – jetzt werden die konkreten Voraussetzungen für einen Erfolg des Projekts geschaffen. 

Kalefeld. Wenn es rein optisch auch noch nicht sichtbar ist, tut sich eine ganze Menge um den Gewerbepark in Kalefeld. Seit über zehn Jahren wird das Projekt geplant – jetzt gibt es ein festes Ziel: Bis zur Fertigstellung des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn 7 soll alles fertig sein, wie Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer mitteilt.

Der aktuelle Stand

Aktuell gab es und laufen weiter Gespräche mit dem Amt für regionale Landesentwicklung und der sogenannten N-Bank, der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen mit Sitz in Hannover. Thema ist die Bezuschussungsfähigkeit des Projektes Gewerbepark Kalefeld, woraufhin dann der entsprechende Antrag auf Förderung bei der N-Bank gestellt werden soll.

Wie hoch die Förderung des Gewerbeparks ausfällt, das hängt unter anderem davon ab, wie gut die Fläche in einem Förderprogramm des Landes bewertet wird. Kriterien sind unter anderem die Nähe zur Autobahn und keine Durchfahrt durch Wohngebiete zum Gewerbepark. In beiden Fällen kann die Kalefelder Fläche punkten.

Das fehlt noch

Erforderlich ist aber ein Flächennutzungsplan. Den gibt es noch nicht. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits, im Frühjahr 2018 sollen die Arbeiten anlaufen. Dabei wird vorerst nur eine Teilfläche des Gewerbeparks eingeschlossen.

Außerdem müssen laut Bürgermeister Meyer Partner gefunden werden, um die Fläche zu entwickeln.

Das könnte kommen

Laut Meyer gibt es mehrere Anfragen von Bauinteressenten. Diese planen langfristig ihre Projekte, weshalb es mit einem möglichen Baustart erst in rund vier Jahren keine Probleme gebe. Grundsätzlich sei in dem neuen Gewerbepark kein Einzelhandel möglich. Das habe sich aufgrund der Lage außerhalb Kalefelds in mehreren Gesprächen ergeben. Hintergrund ist die geänderte Landesraumplanung. Was sich hingegen ideal für den Gewerbepark eigne, sei die wachsende Logistikbranche und auch das produzierende Gewerbe.

Rückblick

Seit über zehn Jahren laufen Gespräche zum Gewerbepark in Kalefeld, unter anderem wollte ein Investor, die VLP aus Lohne, 25 Millionen Euro in die Fläche investieren. Einzelhandel, Vollsortimenter, Biogas-Anlagen und ein Autohof waren geplant. Selbst Ramba Zamba sollte möglicherweise kommen, ein Geflügelmastbetrieb – die Liste der vorgestellten Konzepte war lang, geblieben ist davon nichts. Auch Aufrufe, sich auf einen der vielen Jobs zu bewerben, gab es Anfang 2008.

Nach der Amtsübernahme von Bürgermeister Jens Meyer in 2014 wurde der Aufdruck „Baubeginn ab sofort möglich“ am Gewerbeparkschild umgehend entfernt, da die Voraussetzungen dafür überhaupt nicht geschaffen waren.

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