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Hartplatz soll Kunstrasen weichen

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Rainer Laue, stellvertretender Vorsitzender des FC Auetal, auf dem alten Hartplatz: Geht es nach den Vorstellungen der Fußballer, soll hier bald ein Kunstrasenplatz entstehen.
Rainer Laue, stellvertretender Vorsitzender des FC Auetal, auf dem alten Hartplatz: Geht es nach den Vorstellungen der Fußballer, soll hier bald ein Kunstrasenplatz entstehen. © Rosemarie Gerhardy

Bislang gibt es im Landkreis Northeim nur einen Kunstrasenplatz, den von Eintracht Northeim. Das soll sich nun ändern, so der Wunsch des FC Auetal, der nun einen Leader-Förderantrag gestellt hat, berichtet der 2. Vorsitzende, Rainer Laue.

Kalefeld –Die Idee dazu entstand vor rund einem Jahr, so Laue. Der vorhandene Rotasche-Platz weise erhebliche Schäden bei der Bodenbeschaffenheit und im Drainagesystem auf. Er sei bei schlechtem Wetter nur noch eingeschränkt nutzbar und durch die erhöhte Verletzungsgefahr für Spieler auch nicht mehr zeitgemäß.

Den Platz durch einen Naturrasenplatz zu ersetzen, sei mit Blick auf die heißen Sommer auch nicht sinnvoll, führt Laue weiter aus, denn schon der vergangene Sommer habe gezeigt, dass der Rasenplatz wegen der Trockenheit nicht mehr hätte bespielt werden können. Eine entsprechende Bewässerung sei wegen der Wasserknappheit im Sommer auch keine angemessene Option. So sei ein Kunstrasenplatz die beste Möglichkeit, zumal ein Gutachten ergeben habe, dass die aktuellen Materialien zum großen Teil als Unterbau wiederverwendet werden könnten. Dennoch, ein neuer Kunstrasenplatz schlägt mit rund 510 000 Euro zu Buche, das ist für den Verein ohne umfassende Förderung nicht zu stemmen.

Nun hoffe man auf eine Bewilligung einer Förderung von rund 60 bis 70 Prozent über das Leader-Programm. Der Antrag sei beim Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe eingereicht, würde er dort im Mai bewilligt, ginge er weiter zum zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung. Sollte dort die Bewilligung erfolgen, wolle man noch in diesem Jahr mit der Umsetzung des Kunstrasenplatzes beginnen.

Für die Finanzierung gebe es zudem eine Zusage über 100 000 Euro vom Landessportbund, die Gemeinde Kalefeld habe 40 000 Euro zugesagt. Offen sei noch die Fördersumme seitens des Landkreises. Am Ende müssten noch Spenden von rund 30 000 bis 40 000 Euro vom Verein eingeworben werden.

Laue: „Wir hoffen da auf breite Unterstützung von Firmen und Privatpersonen aus der Region.“ Ein Spendenkonto wurde bereits eingerichtet und ist über die Vereinshomepage (fcauetal.de) abrufbar.

Der Kunstrasenplatz soll dann nicht nur den eigenen Fußballern des Vereins zugutekommen, sondern könnte auch von anderen Sportlern genutzt werden. Da gibt es auf jeden Fall Bedarf, ist sich Laue sicher. (rom)

Der Verein

Der FC Auetal wurde 1995 in Kalefeld gegründet. Der Verein resultiert aus dem Zusammenschluss der Fußballabteilungen des Fußballclubs Sebexen und des TUS Kalefeld. Aktuell gibt es zwei Herren- und eine Ü40-Mannschaft. In der Jugendabteilung JSG Aue/Leine/Harzhorn trainieren rund 180 Kinder und Jugendliche. (rom)

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