Neue Schilder weisen den Weg

Harzhorn: 200.000 Euro für Rundweg

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Lässt sich von der Autobahn nicht lesen: Der goldene Harzhorn-Schriftzug am Informationsgebäude ist zu klein dimensioniert. Er soll vergrößert werden, um wirkungsvoller auf das Schlachtfeld hinzuweisen.

Oldenrode. Am Harzhorn bei Oldenrode tut sich einiges: Neue Schilder, Beleuchtung und ein Rundweg für 200.000 Euro sind aktuell in der Planungsphase.

Damit der geschichtsträchtige Ort von Auswärtigen besser gefunden werden kann und auch noch attraktiver wird, hat der Landkreis Northeim jetzt deutlich nachgelegt. Wir erklären, was am Harzhorn geplant ist.

Weg wird erweitert 

Der bereits in der ersten Ausbaustufe des Harzhorns geplante Rundweg soll nach Worten Eppensteins jetzt fertiggestellt werden. 200 000 Euro kostet der Weg, der künftig vom Römerplatz am Waldrand entlang zurück zum Infogebäude führen soll. Bislang mussten Besucher den gleichen Weg wieder zurückgehen. Finanziert wird der Bau durch das Leader-Förderprogramm, den Bund und die Kultur- und Denkmalstiftung. Wann der Bau beginnt, das sei noch unklar.

Neue Schilder

Sie weisen den Weg: Fünf neue Harzhorn-Schilder stehen an Autobahnabfahrten und Bundesstraßen.

Fünf neue, braune Infoschilder wurden an den Autobahnabfahrten und an der Lindenbergkreuzung jeweils aus Richtung Imbshausen, Willershausen und Bad Gandersheim in der Gemeinde Kalefeld installiert, um noch mehr Besucher anzulocken und den Weg zu weisen. Sie ergänzen die bereits seit längerem bestehenden Schilder unmittelbar in und um Oldenrode.

Das war auch nötig, wie Kreistagsmitglied Christel Eppenstein als Mitglied des Harzhorn-Ausschusses betont. „Die alten Schilder sind viel zu klein, die würde ich am liebsten auch noch austauschen lassen“, sagt Eppenstein im Gespräch mit der HNA. Der Landkreis hat die Schilder in Kooperation mit der Straßenmeisterei Northeim in der sechsten Kalenderwoche installiert, wie Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer auf HNA-Anfrage mitteilt. Der Materialwert belaufe sich auf rund 1100 Euro.

Stromleitung fehlt noch 

Noch in der Planungsphase sei die „Harzhorn-Beschilderung“ am Infogebäude. Laut Christel Eppenstein soll der „Römerschlacht am Harzhorn“-Schriftzug deutlich größer und mit dem Logo des Harzhorns, einem Römerkopf, angebracht werden. Damit die zehntausenden Autofahrer, die täglich auf der Autobahn 7 und der Bundesstraße 248 in unmittelbarer Nähe des Gebäudes vorbeifahren, auch nachts auf den geschichtsträchtigen Ort hingewiesen werden, soll außerdem eine Beleuchtung für den Schriftzug installiert werden. Doch die braucht Strom. Die bisherige Lösung mit Akkus sei dafür aber kaum geeignet, zumal diese erst kürzlich über längere Zeit ausgefallen waren. „Eine Dauerlösung für das Harzhorn kann nur eine Stromleitung zum Harzhorn sein. Wir wollen schauen, ob wir beim Autobahnausbau Möglichkeiten dafür bekommen. Die Leitung für die drei neuen Windkraftanlagen verläuft für uns in die falsche Richtung“, so Eppenstein.

Mehr Schüler 

Während 2015 noch 526 Schüler auf dem historischen Schlachtfeld waren, hat sich diese Zahl im vergangenen Jahr verdoppelt.

Führungen werden noch bis März sonntags ab 14 Uhr angeboten, das Infogebäude ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Von April bis Oktober ist das Gebäude dann sonntags von 11 bis 16 Uhr offen, öffentliche Führungen gibt es ebenfalls sonntags ab 11.30 und 14 Uhr.

Neue Internetseite 

Weitere Informationen zum Harzhorn, den Funden und Veranstaltungen gibt es auf der neu gestalteten Internetseite unter www.roemerschlachtamharzhorn.de.

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