44-Jähriger kam in die Psychiatrie

Mann ersticht Hund mit Küchenmesser: Auf Facebook eskaliert die Situation

Ein Golden Retriever beobachtet am 13.09.2014 bei der Internationalen Rassehunde-Ausstellung in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) die Wertungsprüfungen anderer Hunderassen. Am Wochenende werden rund 25.000 Besucher und mehr als 1.600 Vierbeiner bei der Messe erwartet. Mit 247 Hunderassen wird in diesem Jahr ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Foto: Jens Büttner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Hund getötet: Im Kreis Northeim in Südniedersachsen hat ein Mann seinen eigenen Golden Retriever erstochen.

Ein betrunkener Mann ersticht seinen Hund. Auf Facebook wird auf diese Tat mit Hasskommentaren reagiert. Die Polizei ermittelt.

  • Ein Hund stirbt an mehreren Stichverletzungen. 
  • Das Drama ereignete sich in Kalefeld im Landkreis Northeim
  • Der 44-jährige Hundebesitzer stand unter Alkoholeinfluss und stach auf seinen Golden Retriever ein
  • Der Hund verkroch sich schwerverletzt im Hausflur wo er später an seinen Verletzungen starb.  
  • Unter dem Bericht auf Facebook kamen zahlreiche Hasskommentare und Hetze, jetzt ermittelt die Polizei. 

Update vom 28.01.2020, 14.50 Uhr: Nachdem unsere Redaktion über den Fall des Hundes, der von seinem Herrchen aus Kalefeld mit einem Messer tödlich verletzt wurde, berichtet hatte und diesen Bericht auf Facebook geteilt hatten, gab es eine Welle an Hasskommentaren.

Hund getötet: „Man sollte dasselbe mit ihm machen“ - Auch auf Facebook greift die Strafverfolgung 

„So ein widerliches Schwein“, „Was für ein blödes Arschloch“, „Man sollte dasselbe mit ihm machen“, „Hoffentlich begegnet der mir nicht auf der Straße“: Das ist nur ein kleiner Auszug aus den fast 100 Kommentaren, die Facebook-Nutzer am Montag, 27.01.2020, unter den Artikel auf der Facebook-Seite der Northeimer HNA-Redaktion schrieben. 

Die Redaktion hatte den ganzen Tag über die „schlimmsten“ Kommentare entweder auf der Facebook-Seite verborgen, sodass nur noch der Verfasser oder dessen „Freunde“ die Zeilen lesen konnten, oder aber sofort gelöscht. 

Halter attackiert eigenen Hund: Auf Facebook eskaliert die Situation e

Doch am späten Montagabend, 27.01.2020, eskalierte die Situation dahingehend, dass ein Facebook-Nutzer einen Screenshot des Facebook-Profils des mutmaßlichen Täters, der seinen Hund angegriffen haben soll, auf dem ein Foto und der Name des Mannes zu sehen war, in der Kommentarspalte veröffentlichte. 

Dazu der Satz: „Ihr müsst doch wissen, wer das war da bei euch im Dorf, geht dahin und richtet dieses Arschloch...“ 

Nach dem Hinweis eines anderen Kommentar-Schreibers, er solle mit solchen Aussagen lieber vorsichtig sein, entgegnete er: „Wieso? Bei solchen Schweinen nehme ich gerne eine Anzeige in Kauf“. 

Nach Messerangriff stirbt Hund: Gegen Hasskommentar-Schreiber wird ermittelt 

Das war Anlass für die HNA-Redaktion, noch am Montagabend, 27.01.2020, die Northeimer Polizei zu informieren und den gesamten Facebook-Post zu dem getöteten Hund zu löschen. 

Vorher wurden noch Screenshots angefertigt, die am Dienstag an die Polizei Northeim weitergeleitet wurden. Dort wird jetzt geprüft, ob die Veröffentlichung des Namens und des Fotos des mutmaßlichen Täters, und der Aufruf, diesen „zu richten“, strafrechtliche Relevanz hat. Die Ermittlungen dazu dauern an. 

Die HNA weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass alle Kommentare auf unserem Facebook-Profil von der Redaktion gelesen und natürlich bewertet werden.

Hund wurde erstochen: Tier stirbt nach Angriff mit Küchenmesser

Sollten Kommentare oder andere Veröffentlichungen, egal zu welchem Thema, aus unserer Sicht strafrechtliche Relevanz haben, werden sie zur Bewertung an die Polizei weitergeleitet.

Erstmeldung vom 27.01.2020: Ein 44-jähriger Mann aus Kalefeld in Niedersachsen hat in der Nacht zu Montag (27.01.2020) mit einem Küchenmesser mehrfach auf seinen Hund eingestochen.

Der Hund erlag später in einem Tiergesundheitszentrum in Osterode seinen Verletzungen. 

Hund getötet: Besitzer in die Psychiatrie eingeliefert

Die Hintergründe der Tat sind laut Polizei noch völlig unklar, der 44-Jährige kam in eine Klinik für Psychiatrie in Göttingen.

Während der Tat habe der Kalefelder unter erheblichem Alkoholeinfluss gestanden, so die Polizei. Er selber habe die Beamten alarmiert und mitgeteilt, dass er im Hausflur auf seinen Hund, einen Golden Retriever, eingestochen habe. 

Hund im Landkreis Northeim stirbt an schweren Verletzungen

Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatte sich der Hund bereits schwer verletzt in dem Haus verkrochen und wurde dann von Kalefelder Feuerwehrleuten nach Osterode in eine Klinik für Kleintiere gebracht. 

Dort war der Golden Retriever nach mehrstündigen Rettungsversuchen aber verendet

Hund ist oft der Leidtragende

Der Fall aus Kalefeld ist nicht der Einzige, bei dem ein Hund wegen seines Herrchens sterben musste. Im Kreis Kassel hatte der ehemalige Halter von zwei beschlagnahmten Jagdhunden, eine Hündin zu Tode gequält. Der Mann wurde in Kassel in erster Instanz verurteilt. 

Ein Mann aus dem Landkreis Passau hat den Hund seiner Freundin getötet. Im Streit warf er den Hund aus dem Fenster. 

Wie grausam Tierquäler vorgehen zeigt der Fall aus Hadamar. Dort wurde ein 15 Jahre alter Hund ohne Futter und Wasser in einen Schuppen eingesperrt. Seine Hinterläufe wurden mit Panzerband verklebt, sodass er sich der Langhaardackel nicht mehr bewegen konnte.   

Auch in der Wetterau wurde ein Hund ohne Futter und Wasser ausgesetzt und einen Baum angebunden. Die Qualen überlebte das Tier nicht. Als eine Passantin den Hund fand, war es bereits zu Spät.

Die Polizei hatte die 10 Jahre alte Hündin einem Tierheim übergeben, wo sie eingeschläfert werden musste.

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