Opitz Packaging Systems GmbH aus Kalefeld stellt sich für Zukunft auf

Unternehmen zeigt sich innovativ und will in neuen Standort investieren

Tim Opitz erklärt wie Kartons optimal gepackt werden, damit möglichst wenig Verpackungsmaterial verwendet werden muss.
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Tim Opitz erklärt wie Kartons optimal gepackt werden, damit möglichst wenig Verpackungsmaterial verwendet werden muss.

Bereits zum zweiten Mal hat das Kalefelder Familienunternehmen Opitz Packaging Systems GmbH auf sich aufmerksam gemacht und den Göttinger Innovationspreis gewonnen.

Düderode –„Diesmal war es Platz 1“, freut sich Tim Opitz, der nun in die Geschäftsführung des Unternehmens, das sein Vater 1990 gegründet hat, eintreten wird. 2017 musste sich das aufstrebende Unternehmen noch mit dem zweiten Platz begnügen.

Doch nicht nur innovativ möchte das Unternehmen sein, auch in die Zukunft will es investieren. Die Betriebsräume in Düderode stoßen an ihre Grenzen, da die hier entwickelten Anlagen immer größer und anspruchsvoller werden. Deshalb, so Opitz, plane man, rund fünf Millionen Euro zu investieren, um einen neuen Standort mit einer Fertigungsfläche von rund 2500 Quadratmetern in einem Northeimer Industriegebiet zu bauen.

Bei der Firma Opitz, die inzwischen 45 Mitarbeiter beschäftigt, dreht sich alles um das automatische Verpacken von Waren. „Sicherlich gehören wir damit zu den Coronagewinnern“, so Tim Opitz, denn mit steigendem Online-Handel wächst auch die Nachfrage an Anlagen, die die zu versendende Ware schnell, effizient und materialsparend verpacken. Und genau diese hochmodernen, an die Kundenwünsche und -bedarfe angepassten Automaten werden in Düderode in dem ehemaligen Raiffeisengebäude entwickelt und gebaut. Aus den Kundenanfragen heraus habe man auch die Innovationen entwickelt. 2017 entstand so der ausgezeichnete Vario-Volumen-Reduzierer. Dieser erkennt automatisch die Höhe des zu verpackenden Produkts und schneidet und faltet den Karton dann passgenau zurecht. Diese Technologie hat sich die Firma Opitz bereits patentieren lassen. Ein Patent strebt sie auch bei der neuesten Entwicklung an, dem automatischen Polstereinleger. Dieser ist ein sogenanntes „Add on“ zum Volumen-Reduzierer und sorgt dafür, dass die Produkte optimal unter möglichst geringem Einsatz von Material mit Luft- und Papierpolstern verpackt werden. Damit können Ressourcen und natürlich auch Geld beim Versand gespart werden, erklärt Opitz die Vorteile für die Kunden. Große Logistiker und Online-Händler aus ganz Europa und Japan gehören zu den Kunden des Unternehmens. Aktuell versuche man auch, in Nordamerika und Australien Fuß zu fassen.

Möglich sei der Erfolg nur dank der hoch motivierten Mitarbeiter, betont Opitz. Für die Entwicklung der neuen Innovation habe man eigens Mitarbeiter Aditya Sanagapati mit der technischen Umsetzung betraut. Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen (Software für Bildbearbeitung) und der TU Clausthal (Algorithmus-Entwicklung) gewesen. Drei Jahre habe die Entwicklung benötigt. Die Innovation sei am Markt auch schon gefragt. Aktuell laufen zwei Projektierungen, so Opitz, der davon ausgeht, dass diese automatischen Polstereinleger dann im ersten Quartal 2022 bei den Kunden in Betrieb gehen können. (Von Rosemarie Gerhardy)

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