Ein Zeichen der Fröhlichkeit während Corona

Kalefeld: Kirchengemeinde verschenkt 1200 Pflanzen

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Blumenspende der Kirche verteilen (von links) die Kirchenvorstände Ingrid Mutschall, Gudrun Blecken und Kerstin Suckut-Sue. Pastor Rolf Wulkop (hinten) freut sich über die hohe Akzeptanz der Idee. Foto: Hubert Jelinek

Die Kirchengemeinde Kalefeld macht den Menschen, die zuhause bleiben, eine blühende Freude. 

"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“: Unter diesem Motto hat sich die Kirchengemeinde Kalefeld mit Dögerode und Sebexen dieser Tage eine besondere Aktion einfallen lassen.

Sie kaufte 1200 Pflanzen bei der örtlichen Gärtnerei und dem heimischen Blumengeschäft, um sie Menschen vor die Tür zu stellen, die in diesen Tagen ihr Heim gar nicht oder wenig verlassen sollen. „Wir möchten damit ein Zeichen der Fröhlichkeit setzen“, so Pastor Rolf Wulkop, der mit der Aktion den Menschen Freude bereiten, aber zugleich auch den örtlichen Handel, der die Pflanzen sonst nicht mehr hätte verkaufen können, unterstützen möchte.

Zahlreiche Freiwillige haben am Mittwoch die Pflanzen bei Edeka Probst oder am Gemeindehaus in Kalefeld abgeholt und verteilt. Die Resonanz war sehr gut. „Viele Leute haben voller Freude ein Foto von den Blumen vor der Tür bei Facebook gepostet“, berichtet Wulkop und ergänzt: „Es scheint etwas zu sein, was die Leute in dieser Situation aufsaugen.“

Die Kirchengemeinde entwickelt aktuell noch andere Ideen, wie sie den Geschäften vor Ort, die nun geschlossen sind, noch weiter helfen können. „Eventuell ist eine Gutscheinaktion möglich, das klären wir gerade“, teilt Wulkop mit.

Außerdem weist der Pastor darauf hin, dass in seinen Gemeinden weiterhin um 19 Uhr zum „Licht der Hoffnung“ eingeladen wird. Beim Glockengeläut kann gebetet und dazu mit einer Kerze im Fenster ein Zeichen der Hoffnung gesetzt werden. Sonntags läuten die Kirchen in Kalefeld, Dögerode und Sebexen um 9.20 Uhr für zehn Minuten mit vollem Geläut.

Damit soll zum Gottesdienst eingeladen werden, der aktuell nicht in den Kirchen stattfinden kann. Aber ab 9.30 Uhr könnten dann die Fernsehgottesdienste angeschaut werden. 

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