A7-Ausbau: Kalefeld klagt nicht wegen Lärmschutz

Aus zwei Fahrspuren je Richtung werden bald drei: Bürger haben Bedenken, dass der Lärmschutz für die Ortschaften Kalefelds (hier bei Echte) nicht ausreichen wird. Foto:  Niesen

Kalefeld. Weil Flüsterasphalt aufgetragen wird, sollen die Schutzwände an der Autobahn niedriger ausfallen. Viele Bürger haben Bedenken.

Die Gemeinde Kalefeld wird wegen der geplanten Lärmschutzmaßnahmen beim Ausbau der Autobahn A 7 auf drei Fahrsteifen je Richtung nicht klagen. Das kündigte Bürgermeister Jens Meyer (SPD) an.

Der Verwaltungsausschussbeschäftigte sich in der jüngsten Sitzung mit dem Thema nach Beschwerden aus der Bevölkerung. Insbesondere ging es dabei um den Bauabschnitt zwischen Seesen und Echte. Dort sollen nach den Worten Meyers die Lärmschutzwände niedriger gehalten werden, weil ein so genannter Flüsterbelag auf den neuen Fahrbahnen verbaut werden soll. Betroffen davon seien in Teilbereichen die beiden Kalefelder Ortschaften Oldenrode und Düderode.

Meyer glaubt, dass Klagen gegen den 2015 zu erwartenden Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Autobahn keine Erfolgsaussichten haben. Der Lärmschutz sei in den Ortsräten der betroffenen Dörfer – dazu zählen auch Echte und Eboldshausen – debattiert worden.

Über 150 Einwendungen und Stellungnahmen seien für die beiden Erörterungstermine insgesamt eingereicht und in die Planungen nach Abwägung eingeflossen. Auch eine ganze Reihe von Bürgern hätten ihre Bedenken schriftlich geäußert „Ich glaube deshalb, dass Klagen wenig Aussicht auf Erfolg haben“, unterstrich der Verwaltungschef. Privatpersonen könnten natürlich versuchen, mit einer Klage Erfolg zu haben. Er vermute jedoch, dass sie wenig ausrichten können. (zhp)

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