Kreis schlägt Schließung der Auetalschule in Kalefeld vor

Die Auetalschule in Kalefeld. Foto: Gödecke

Northeim. Vor vier Jahren war die Schließung der Kalefelder Auetalschule schon einmal im Gespräch. Jetzt liegt der Vorschlag der Kreisverwaltung wieder auf dem Tisch.

Mit der Überarbeitung der Schulentwicklungsplanung schlägt die Kreisverwaltung unter anderem die Schließung der Kalefelder Auetalschule vor, die derzeit mit 202 Schülern als Oberschule geführt wird. Am Dienstag, 29. November, (16 Uhr, BBS II Northeim) berät der Kreis-Schulausschuss darüber.

Die Kalefelder Fünftklässler sollen schon ab Sommer 2017 in die Oberschule nach Bad Gandersheim eingeschult werden. Ganz dicht machen soll die Kalefelder Schule im Sommer 2019. Dann sollen alle Kinder und Jugendlichen aus dem Alten Amt die Oberschule der Kurstadt besuchen.

Als Begründung nennt die Verwaltung, dass die Auetalschule wegen Mängeln im Brandschutz und in der Elektrik für eine Million Euro saniert werden müsse. Zudem sinke die Schülerzahl bis 2026 laut Prognose um ein Drittel auf 140, was bedeute, dass eine durchgehende Zweizügigkeit nicht mehr gegeben sei.

Im Schulzentrum Gandersheim hingegen würden durch die auslaufende Beschulung der Förderschule nach und nach Räume frei, die in einem gut sanierten Zustand seien. Die Oberschule in der Kurstadt hätte in zehn Jahren immerhin noch rund 200 Schüler.

Als Alternative schlägt die Kreisverwaltung die Fortführung des Schulbetriebs in Kalefeld als Außenstelle der Oberschule Gandersheim vor. Dann aber nur im Gebäude an der Schwimmbadstraße ohne den Komplex Buchtstraße. Die Sanierungskosten betrügen dann 800.000 Euro.

Die dritte Variante wäre der Erhalt der Auetalschule. Dabei verweist der Kreis allerdings auf die Sanierungskosten von einer Million Euro, die zu Lasten anderer Schulen gingen.

Die Gemeinde Kalefeld sei von den Vorschlägen der Kreisverwaltung völlig überrascht worden, sagt Eberhard Bohnsack, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Er verweist darauf, dass die Auetalschule ihre Schülerzahl entgegen der Prognose von vor fünf Jahren konstant über 200 Schüler gehalten habe.

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