Kreis-Schulausschuss: Elternwille entscheidet über Bestand der Auetal-Schule in Kalefeld

Zukunft weiter ungewiss: Die Auetalschule in Kalefeld. Archivfoto: Gödecke

Northeim / Kalefeld.Die Entscheidung über die Zukunft der Kalefelder Auetalschule liegt bei den Eltern. Auf diese kurze Formel lässt sich die Beschlussempfehlung des Kreis-Schulausschusses für den Kreistag bringen.

In seiner Sitzung am Montagabend folgte der Ausschuss bei nur einer Gegenstimme einem Antrag der Kreistags-Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen, FDP und GfE, dass die Schule so lange weiter bestehen soll, wie die Anmeldungen in den fünften Klassen die Zweizügigkeit, also zwei Klassen pro Jahrgang, rechtfertigen. Außerdem sollen die dringendsten Investitionen vor allem für den Brandschutz in die Gebäude erfolgen. „Wir wollen nicht, dass die Auetalschule aufgehoben wird“, betonte Dr. Hermann Weinreis (SPD). Mit der Beschlussempfehlung werde die Entscheidung in die Hände der Eltern gegeben. Laut der Prognose der Kreisverwaltung reichen die Schülerzahlen der Auetalschule im fünften Jahrgang nur bis einschließlich des Schuljahres 2018/19 für die Zweizügigkeit, Das ist die Mindestgröße für eine Oberschule. Erforderlich dafür sind laut Kreistagsbeschluss mindestens 29 Schüler pro Jahrgang, obwohl das Land 48 Schüler fordert. Dabei zählen Inklusionsschüler, also Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, jeweils doppelt. Wie gering der Glaube des Ausschusses an eine Zukunft der Schule ist, wird daran deutlich, dass die Beschlussempfehlung auch einen Auftrag an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel umfasst, mit der Gemeinde Kalefeld über eine Übertragung der Gebäude zu verhandeln. Damit soll für den Fall der Schließung eine nahtlose Weiternutzung der Turnhalle und anderer Schulräume durch Vereine sicher gestellt werden. Der ebenfalls diskutierte Erhalt des Schulstandorts Kalefeld als Außenstelle der Oberschule Bad Gandersheim schied aus, weil das Kultusministerium Bedenken wegen der Entfernung beider Schulen (zehn Kilometer) geäußert hatte.

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