Gemeinderat hat Gebührenanhebung beschlossen

Krippen und Horte in der Gemeinde Kalefeld werden teurer

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Auch der Waldkindergarten , der sich in freier Trägerschaft befindet, wird von der Gemeinde Kalefeld finanziell unterstützt. Die ist in Bezug auf Kinderbetreuung gut aufgestellt. Die Gebührenanhebung betrifft allerdings die Kindergartenplätze nicht. 

Kalefeld – Der Kalefelder Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig dafür entschieden, die Gebühren für die Krippen- und Hortbetreuung zu erhöhen. Mit rund 6,7 Prozent mehr müssen die Eltern rechnen.

Da im vergangenen Jahr auf eine Erhöhung verzichtet wurde, fällt sie in diesem Jahr etwas höher aus. Sie macht bei einem Halbtagesplatz je nach Gruppierung ein Plus von 7 bis 22 Euro pro Monat aus.

Die Gemeinde ist aufgrund des abgeschlossenen Zukunftsvertrags dazu verpflichtet, die Gebühren jährlich um das doppelte der Inflationsrate anzupassen. Die neuen Gebührensätze gelten ab dem 1. August. Da die Gemeinde selbst keinen eigenen Kindergarten unterhält, erfolgt die Vorgabe der Kindertagesstätten durch einen Ratsbeschluss. Aufgrund der Einführung des beitragsfreien Kindergartens in Niedersachsen beziehen sich die Elternbeiträge nur noch auf die Krippen- und Hortbetreuungen sowie auf unter Dreijährige in einer altersübergreifenden Gruppe.

Ratsherr Wolfgang Meuschke (CDU) erklärte, dass im Haushalt wegen des Kitabereichs ein jährliches Defizit von rund 1,2 Millionen Euro entsteht. Auch Parteikollegin Christel Eppenstein führte aus, dass sie, obwohl sie sonst immer gegen Erhöhungen gestimmt habe, sich diesmal dafür aussprechen würde. „Das sind Zusatzleistungen“, begründet sie, dass nun die Eltern eine etwas höhere Rechnung von den Trägern für die Betreuung der Krippen- und Hortkinder erhalten werden.

Herbert Bredthauer (SPD) lobte die Kita-Landschaft, die sich die Gemeinde angeschafft hätte, die allerdings auch Geld kostet. Schon vor drei Jahren sei die Millionengrenze beim Defizit gerissen worden. Dafür habe man aber „hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder erhalten.“

Er hofft auf Unterstützung von höherer Stelle, damit die Krippenplätze in Zukunft auch von Gebühren befreit werden könnten.

Auch Armin Bock (FWG) betonte, dass man wisse, was man an den Kindergärten habe. Dennoch sei die Erhöhung der Gebühren notwendig.

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