Aktionsplan vorgestellt

Lärm von Autobahn und Straßen: Politik in Kalefeld hat ein Auge drauf

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Aus zwei mach eins: Die Autobahnunterführung zwischen Echte und Kalefeld. Aus einer Unterführung für Verkehr und einer für die Aue wird demnächst eine kombinierte Unterführung gemacht. Das könnte der Gemeinde Geld kosten.

Kalefeld. Die Kalefelder Gemeindeverwaltung hat mit vielen altbekannten, aber auch mit neuen Herausforderungen zu kämpfen.

Wieder ein Thema: große Wasserverluste in der Trinkwasserversorgung. Die Themen des Gemeindeentwicklungsausschusses vom Dienstagabend nachfolgend im Überblick.

Hohe Wasserverluste

Wie bereits bei der Ortsratssitzung in Echte bekannt wurde, hat die Verwaltung weiter mit hohen Wasserverlusten in der Trinkwasserversorgung zu kämpfen. Laut Eberhard Bohnsack, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, konnten 13 Schäden in Echte, Kalefeld, Sebexen und Westerhof gefunden werden. Sie lagen unter anderem im Bereich von Hydranten, Schiebern und Hausanschlüssen.

Der Wasserverlust ist laut Verwaltung aber weiterhin zu hoch, weshalb die Suche nach den Ursachen auch weiterhin andauert.

Lärmaktionsplan kommt

Die Verwaltung muss einen sogenannten Lärmaktionsplan nach Bundes-Immissionsschutzgesetz aufstellen und an das Land Niedersachsen übersenden. Der Plan ist bereits aufgestellt und wurde öffentlich ausgelegt. Einwände oder Bedenken von Bürgern habe es nicht gegeben.

In dem sechsseitigen Dokument stehen die Grenzwerte für Lärm tags und nachts. Außerdem gilt nach der „strategischen Lärmkartierung der Stufe 3“, zu der das Alte Amt zählt, ausschließlich die Autobahn 7 als Lärmquelle. 900 Menschen sind laut Verwaltung tagsüber mit Straßenlärm zwischen 55 und 65 Dezibel belastet, 500 sind es nachts.

Das stört laut CDU die Menschen: Der viele Verkehr, hier bei einer A7-Sperrung in Echte, soll im Visier der Verwaltung bleiben.

„Da der Baulastträger der A7 jedoch der Bund ist, können Lärmschutzmaßnahmen nur durch die Bundesstraßenbauverwaltung durchgeführt werden“, heißt es in dem Dokument. Als Lärmschutz aktuell geplant sind am Böhmerberg Oldenrode und Neue Krug Düderode Lärmschutzwände mit künftig sechs bis acht Metern (bislang drei bis vier Meter) sowie offenporiger Asphalt. Dies soll den Lärmpegel um 13 Dezibel mindern.

Bei Echte und Oldershausen sind derzeit keine Lärmschutzwände, es sollen aber sechs Meter hohe Wände errichtet werden. Dies soll den Pegel um 11 Dezibel senken.

In Bereichen, in denen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stehen, sei passiver Lärmschutz in Form von schallgedämmten Lüftungseinrichtungen oder neuen Fenstern vorgesehen. Wolfgang Meuschke (CDU) kritisiert, dass die Menschen in der Region insbesondere der Lärm auf den Bundes- und Landesstraßen, auch durch den zunehmenden LKW-Verkehr stört. „ Das nervt die Leute viel mehr als die beschriebene Autobahn, für die die Gemeinde ohnehin nicht zuständig ist“, betonte Meuschke. Sein Wunsch ist es, sich künftig auch mit diesem Lärm in den Ortschaften zu beschäftigen.

Bauwerk ist Problem

Ein Problem gibt es mit dem neuen Brückenbauwerk an der A7 zwischen Kalefeld und Echte. Aktuell gibt es zwei Unterführungen nahe der Transgas Kalefeld, einmal für Fahrzeuge und Fußgänger, einmal für die Aue.

Die neue Unterführung wird im Bereich der Aue eine kombinierte für Verkehr und Gewässer. In der bisherigen großen Unterführung befindet sich jedoch auch ein Kanal der Gemeinde, der dem Druck des neuen, sieben Meter hohen Dammes für die Autobahn nicht standhalten würde.

Wer für die Kosten für eine Verlegung aufkommt, das sei aktuell noch unklar. Grundsätzlich, so die Auffassung des Ausschusses, solle der Bund für die Kosten aufkommen.

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