Bürgermeister Jens Meyer (SPD) stellt sich zur Wiederwahl

SPD-Gemeindeverband Kalefeld ernennt Jens Meyer zum Bürgermeisterkandidaten

Tritt im September für die SPD zur Bürgermeisterwahl an: Jens Meyer.
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Tritt im September für die SPD zur Bürgermeisterwahl an: Jens Meyer.

Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer (58) stellt sich im September zur Wiederwahl. Der SPD Gemeindeverband hat den Versicherungsfachmann in Willershausens Auetalhalle mit 90 Prozent der abgegebenen Stimmen zu ihrem Kandidaten ernannt.

Kalefeld – Die SPD selbst will bei den Kommunalwahren die Mehrheit im Gemeinderat erringen, erklärte der Verbandsvorsitzende, Herbert Bredthauer, kämpferisch.

Der Ärger bei den Sozialdemokraten war auch am Tag nach ihrer Niederlage im Rat groß. FWG und die Gruppe CDU/Grüne hatten gegen die Stimmen des Bürgermeisters und der SPD den Haushalt 2021 beschlossen (HNA berichtete). Von Entscheidungen aus „reiner Boshaftigkeit“ und von „herumspringenden Halbwilden“, die den Bürgermeister „nicht in Ruhe arbeiten“ ließen, war während der Aussprache die Rede.

Trotz der fehlenden SPD-Mehrheit im Rat, so Meyer, habe er in den vergangenen sieben Jahren mehr erreicht als seine Vorgänger. Es sei ihm gelungen, die Finanzen „in Ordnung zu bringen“ und trotz einer „immer noch hohen Schuldenlast“ die Kassenkredite von mehr als 2,5 Millionen Euro auf Null zu fahren. Angesichts niedriger Zinsen gelte es zu investieren. Das verständen die anderen Parteien nicht, schimpfte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Bredthauer.

Zwei Großprojekte – den neuen Hochbehälter und die Klärschlammvererdungsanlage – habe er bereits umgesetzt, sagte Meyer. Mit ihnen verringerten sich die laufenden Kosten um 75 000 Euro jährlich. Die Gandersheimer Straße und verschiedene Brücken, darunter die Hasenkampbrücke in Sebexen, seien saniert worden. Die Gemeinde habe die Leitungssysteme überholt und so die Wasserverluste um zwei Drittel verringert.

„Drei Ortschaften haben wir mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus versorgt“, unterstrich Meyer. In fünf weiteren liefen die Vorbereitungen dafür. Wiershausen bekomme einen Funkrichtmast, damit es dort „endlich“ einen störungsfreien Handyempfang gebe. In der Verwaltung sei es „bald möglich, fast alle Behördenanliegen online zu tätigen“. Aktenberge in Kellern gehören demnächst der Vergangenheit an. Vorgefunden habe er „tiefstes Mittelalter“.

Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit der Schließung der Grundschule in Düdenrode nach „sehr emotionaler Diskussion“ und dem zeitgleichen Ausbau der zweizügigen Schule in Echte. Sie werde „im Hinblick auf Größe, Einrichtung und technische Ausstattung den heutigen Anforderungen gerecht“. In diesem Jahr werde der Schulhof neugestaltet.

Stolz berichtete der Bürgermeister, dass Kalefeld hinsichtlich der Kitaplätze im Landkreisvergleich an der Spitze stehe.

Beim geplanten Gewerbegebiet werde der Flächennutzungsplan in diesem Jahr abgestimmt. Er arbeite mit Hochdruck an der Ausweisung von Bauplätzen. Das mahnten mehrere Sozialdemokraten während der Diskussion an. (Michael Caspar)

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