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Gewerbegebiet muss dafür als Sondergebiet ausgewiesen werden

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Platz für einen Neubau des Netto-Marktes: Zwischen dem bisherigen Markt (rechts) sowie dem angrenzenden Seniorenheim (links) und dem hinten angrenzenden Feld möchte Netto expandieren, auch ein Fleischereibetrieb soll entstehen. Archi
Platz für einen Neubau des Netto-Marktes: Zwischen dem bisherigen Markt (rechts) sowie dem angrenzenden Seniorenheim (links) und dem hinten angrenzenden Feld möchte Netto expandieren, auch ein Fleischereibetrieb soll entstehen. Archi © Hubert Jelinek

Der Netto-Markt in Kalefeld möchte expandieren und plant einen Neubau auf dem Gelände zwischen dem bisherigen Markt und dem angrenzenden Seniorenheim. Vorgesehen ist, einen Markt mit rund 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche zu errichten.

Kalefeld – Den bereits vorhandenen Markt wolle Netto dann als Getränkemarkt nutzen und sich baurechtlich vorbehalten, die Verkaufsfläche auf bis zu 1000 Quadratmeter erweitern zu können, um hier in Zukunft anpassungsfähig zu sein. Des Weiteren werde die Möglichkeit, einen Neubau einer Metzgerei von rund 100 Quadratmetern zu etablieren, in der Planung vorgesehen, berichtet Projektentwickler Jan Vogt, Vorstand der Part AG, auf HNA-Anfrage. Hierfür gebe es bereits einen Interessenten, allerdings warte man nun erst einmal auf gültiges Baurecht, damit man in weitere Planungen und Verhandlungen gehen könne.

Vogt hoffe auf ein schnelles Genehmigungsverfahren. Damit man die Grundlage für die weitere Bauplanung habe. Sehr schwierig sei zurzeit auch die Einschätzung der Baupreisentwicklung. „Mein Baugefühl sagt mir, dass der Baustart vermutlich erst 2024 erfolgen wird“, so Vogt.

Stefan Bolli vom gleichnamigen Göttinger Planungsbüro erläuterte am Dienstag im Gemeindeentwicklungsausschuss das Bauvorhaben und erklärte, weshalb nun eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich wird.

Baurechtlich sei der Neubau des Netto-Marktes mit einer Verkaufsfläche von 1100 Quadratmetern als großflächiger Einzelhandelsbetrieb einzuordnen, deshalb sei eine Ausweisung des Gewerbegebiets als Sondergebiet erforderlich. Dies habe auch der Landkreis in seiner Stellungnahme im Beteiligungsverfahren zum Ausdruck gebracht.

Vorgesehen ist nun das Gelände, das rund 16 000 Quadratmeter umfasst, in zwei Sondergebiete aufzuteilen Das Sondergebiet 1 auf dem der Neubau und die Metzgerei vorgesehen sind, wird mit der Zweckbestimmung Lebensmitteleinzelhandel festgesetzt. Die Gesamtverkaufsflächengröße wird auf maximal 1300 Quadratmeter und die Größe des einzelnen Betriebes auf maximal 1200 Quadratmeter beschränkt.

Das Sondergebiet 2, auf dem sich der bisherige Markt befindet, soll für Einzelhandel festgelegt werden. Zulässig sind hier dann nach der neuen Ausweisung Einzelhandelsbetriebe mit Ausnahme von Lebensmittelmärkten und -betrieben, wobei Getränkemärkte als Ausnahme zulässig bleiben. Auch Café- und Imbisseinrichtungen als Ergänzung des Angebots an diesem Standort werden laut Ausweisung für die Nutzer der Einrichtungen und für Mitarbeiter der Betriebe zugelassen.

Der Gemeindeentwicklungsausschuss hat diese Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet am Sportplatz“ und die erneute öffentliche Auslegung und Beteiligung einstimmig empfohlen. Der Rat wird am 8. Dezember entscheiden. (Rosemarie Gerhardy)

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