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Alte Schule Düderode soll zu einem modernen Wohnquartier werden

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Stellen das neue Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen Alte Schule“ in Düderode vor: (von links) Architektin beim Landkreis Michaela Schön, Baudezernentin Julia Gogrewe, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Eberhard Bohnsack, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bauamtsleiter der Gemeinde Kalefeld.
Stellen das neue Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen Alte Schule“ in Düderode vor: (von links) Architektin beim Landkreis Michaela Schön, Baudezernentin Julia Gogrewe, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Eberhard Bohnsack, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bauamtsleiter der Gemeinde Kalefeld. © Rosemarie Gerhardy

Ein modernes, zukunftsweisende Quartier soll als Nachnutzung der Alten Schule in Düderode entwickelt werden. Die Ideen dazu, wie es ausgestaltet werden könnte, hat Landrätin Astrid Klinkert-Kittel am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Baudezernentin Julia Gogrewe, Architektin Michaela Schön und Eberhard Bohnsack, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bauamtsleiter der Gemeinde Kalefeld, vorgestellt.

Landkreis Northeim/Kalefeld –Ziel sei es, einen neuen Weg für Wohn- und Mobilitätsformen zu gehen, ein Angebot für unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln, denen ein gemeinschaftliches Wohnen im ländlichen Bereich wichtig ist. Orientiert habe man sich dabei am „Ko-Dorf Wiesenburg“ (kodorf-wiesenburg.de), das in seiner Gestaltung besonders auf Nachhaltigkeits- und Gemeinschaftsaspekte setzt.

Treffpunkte

Das Konzept sieht eine Aufteilung in zwei Bereiche vor, die die Topografie aufnehmen. So soll im nördlichen Bereich ein neuer Ortstreff entstehen, der auch für die Dorf-Bewohner genutzt werden kann. Neben Dorfladen und Dorfcafé könnte auch ein gemeinschaftlicher Arbeitsraum (Coworking-Space), eine große Küche mit Essbereich und eine anmietbare Gästewohnung entstehen. Auch die Außenbereiche sollen zu gemeinschaftlichen Flächen umgestaltet werden. In Abstimmung mit dem benachbarten Sportverein, TSG Düderode-Oldenrode. ist geplant, dass die Angebote der Sporthalle und des Verbindungstraktes der TSG auch genutzt werden können.

Wohnen

Im Süden soll sich dann das Wohnquartier mit 13 Baufelder in unterschiedlicher Größe von 85 bis 323 Quadratmetern Größe anschließen. Die Grundstücke sind bewusst kleingehalten, um damit auch ein günstiges Wohnen zu ermöglichen, so Klinkert-Kittelt, außerdem würden sich viele Menschen kleinere Grundstücke wünschen.

Bebaut werden sie dann mit verschieden großen Haustypen, die modular und flexibel an die Bedürfnisse der künftigen Bewohner angepasst werden können. So können sie beispielsweise ein eigenständiges Nebeneinander aber auch ein Miteinander von mehreren Generationen und Lebensmodellen ermöglichen.

Die Häuser gruppieren sich um einen nicht öffentlichen, gemeinschaftlich nutzbaren Innenhof, der als erweiterte Gartenfläche und Außensitzbereich genutzt werden kann.

Das Konzept sieht außerdem vor, dass es weitgehend autofrei seien soll. Anlieferverkehr sei natürlich möglich und auch, wenn ein Auto aus gesundheitlichen Gründen erforderlich sei, so Gogrewe. Die Autos der Bewohner finden Platz an der Grubenhagener Straße. Vorgesehen ist im Konzept aber auch, dass es eine Lademöglichkeit für E-Autos geben soll, ein Car-Sharing sei ebenso denkbar wie eine Mitfahrbörse. Fahrrad- und Mülleinhausungen soll es an den Quartierseingängen geben, so die weiteren Ideen.

Einwohner einbinden

Wie sich das Quartier aber am Ende gestaltet, dass bleibe letztendlich den künftigen Bewohnern überlassen, so Klinkert-Kittel. Wichtig sei, dass sie das Konzept und die Idee mittragen und bereit sind, sich darauf einzulassen.

Als Nächstes sei Anfang des Jahres eine öffentliche Informationsveranstaltung vorgesehen. Man wolle alle, auch die Bewohner des Dorfes mitnehmen. Es wäre schön, wenn sich viele Interessenten finden würden, vielleicht auch schon für den Dorfladen und das Dorfcafé.

Gesucht wird vom Landkreis auch ein Investor, der Lust hat, dieses neue Projekt umzusetzen. Auch potenzielle Mieter oder Käufer der Häuser sollten sich zum Informationsabend einfinden. Schon jetzt steht aber auch Baudezernentin Julia Gogrewe per E-Mail an jgogrewe@Landkreis-northeim.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

„Wir sind noch ganz in den Anfängen der Planung“, so Klinkert-Kittel, die von einer Realisierungsphase von vier bis fünf Jahren ausgeht. Da sei noch viel Gestaltungsspielraum.

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