Neuer Chef setzt auf Dialog: Jens Meyer (SPD) ist jetzt Bürgermeister in Kalefeld

Der erste Arbeitstag ist geschafft: Jens Meyer hat gestern sein Amt als Bürgermeister angetreten. Foto: Schwekendiek

Kalefeld. Viele Hände hat er geschüttelt. Außerdem Unterlagen ausgepackt, Dienstanweisungen gelesen und Mitarbeitergespräche geführt. Seit Montag ist Jens Meyer offiziell Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld.

Der erste Arbeitstag sei aufregend gewesen und sehr positiv verlaufen, berichtet er am Abend beim Pressegespräch. Zum ersten Mal in seinem Berufsleben ist der 52-Jährige Chef.

„Auch wenn ich seit 20 Jahren in der Politik zu Hause bin, ist die Verwaltung doch etwas Neues für mich“, gesteht er. Deshalb hat der gelernte Großhandelskaufmann und Versicherungsfachmann zur Vorbereitung unter anderem ein Seminar für werdende Bürgermeister besucht. Umso mehr freue er sich darauf, jetzt mit der Arbeit beginnen zu können.

Am ersten Tag musste er sich zunächst jedoch mit Computerproblemen beschäftigen. „Manche Programme waren noch gesperrt“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Bevor er mit einer Kiste Unterlagen seinen Schreibtisch bezogen hat, hat er seinen neuen Arbeitsplatz am Freitag bereits mit der Familie besichtigt. „Meine Frau und meine Kinder unterstützen mich voll und ganz“, sagt der dreifache Vater. Schon seine Kandidatur sei im Familienrat diskutiert worden.

Mit Ruhe und Besonnenheit will Meyer seine Amtszeit angehen und sich vor allem darum bemühen, die Lebensqualität und Infrastruktur der Gemeinde zu sichern. In Zeiten knapper Finanzen sei das eine wahre Herausforderung. Dazu will er einerseits den Dialog der elf Ortschaften untereinander fördern, aber auch den Austausch mit anderen Kommunen anstoßen.

Besonderen Wert legt der gebürtige Kalefelder auf Teamwork und ein gutes Miteinander. Mit ihm solle Offenheit und frischer Wind ins Rathaus einziehen. „Jeder kann und soll sich mit seinen Ideen einbringen“, betont er. Nur so sei es möglich, die Gemeinde voranzubringen. In den nächsten Tagen wird er allerdings erstmal weiter Hände schütteln - bei den Kitas, beim Bauhof und bei den Mitarbeitern der Kläranlage.

Von Julia Schwekendiek

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