CDU/Grüne setzen sich im Entwicklungsausschuss durch

Haushalt 2020 der Gemeinde Kalefeld: Verwaltung soll neu rechnen

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Der Sportplatz in Kalefeld: In der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses ging es auch um die Übernahme der Sportanlage vom Landkreis nach dem Auslaufen der Auetalschule.

Im Kreis-Northeim hat der Gemeindeentwicklungsausschuss von Kalefeld empfohlen, dass die Verwaltung einen neuen Haushalt für dieses Jahr erstellt. 

Ziel ist insbesondere der Abbau des Defizits im Ergebnishaushalt in Höhe von rund 750. 000 Euro, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Meuschke.

Für diese Empfehlung stimmten CDU/Grüne und FWG gegen die Stimmen der SPD. Damit wurde der sich in jüngster Zeit entwickelte Streit zwischen CDU/Grüne und SPD (wir berichteten) erstmals in einen formalen Beschluss gegossen. 

Erhebliche Verzögerung zeichnet sich bereits ab

Zwar hat dieser nur den Charakter einer Empfehlung angesichts der Unterstützung der schwarz-grünen Gruppe durch die FWG zeichnet sich jetzt jedoch eine erhebliche Verzögerung des Zahlenwerks ab, das die finanzielle Grundlage für die Arbeit der Gemeinde ist.

Diese wollte Bürgermeister Jens Meyer (SPD) in der vergifteten Atmosphäre zwischen den Kontrahenten verhindern, um den ursprünglich Verabschiedungstermin in der Ratssitzung am 6. Februar zu halten. Doch sein Werben für das gemeinsame Ansetzen des Rotstifts blieb erfolglos.

Im Kreis-Northeim sind andere schon weiter 

Meyer wurde dabei nicht nur von der Sorge um die fortschreitende Zeit getrieben – andere Kommunen im Landkreis Northeim haben ihre Hausaufgaben längst gemacht –, sondern auch von dem Gefühl, dass der Verwaltung der „schwarze Peter“ bei einem Streichkonzert zugeschoben werden soll. „Hinterher können Sie dann sagen, die Verwaltung wollte das nicht.“ 

Dass das Vorgehen der Mehrheit im Gemeindeentwicklungsausschuss nicht bei allen guten ankommt, machte eine Gruppe von mehr als zehn Sportlern des TuS Kalefeld deutlich, die in ihren blauen Trainingsanzügen die Farben ihres Vereins in der Sitzung hochhielten.

Kreis-Northeim will Anlage abgeben

Sie wollten wissen, wie sich der Ausschuss zu der Übernahme der Sportanlagen in Kalefeld positioniert, die der Landkreis Northeim bedingt durch das Auslaufen der Auetalschule abgeben will.

Die Gemeinde plant den Ankauf zum symbolischen Preis von einem Euro. Anschließend will sie die Bewirtschaftung der Anlagen in die Hände des Sportvereins geben analog zu Vereinbarungen mit anderen Vereinen in der Gemeinde. Die Vereinsmitglieder machten ihren Unmut über die bevorstehenden Verzögerungen durch Zwischenbemerkungen Luft, fingen sich dafür aber eine Rüge des Ausschussvorsitzenden Otto Gropp (SPD) ein.

Unabhängig davon votierte der Ausschuss mit Mehrheit für den Ankauf des Sportplatzes und die anschließende Verpachtung an den Verein – allerdings vorbehaltlich eines genehmigten Haushalts.

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