Wehrdienst 2001 als Hauptgefreiter beendet

Als Reservist zum Major befördert

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Bei der Arbeit: Generalmajor Achim Lidsba (sitzend) und Major Marco Fischer aus Sebexen.

Marco Fischer aus Sebexen wurde an die Bundeswehr-Akademie in Hamburg berufen

Sebexen / Hamburg. Große Ehre für Marco Fischer aus Sebexen: Er wurde am Montag vom Hauptgefreiten der Reserve an der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr zum Major befördert. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte Fischer, der als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen in Einbeck unterrichtet. „Mit der Ernennung zum Leutnant hätte ich gerechnet, und nun gleich Stabsoffizier“, freute er sich.

Seinen 18-monatigen Wehrdienst beendete Fischer 2001 als Hauptgefreiter. Dann studierte er Informationsmanagement in Hildesheim. Während seines Studiums war er noch zweimal als Reservist bei der Bundeswehr. Nach seinem Studium trat er 2006 als Referendar in den Schuldienst ein und unterrichtet seitdem Informatik, Mathematik und Wirtschaft.

Als Reservist einbringen

„Gerne möchte ich mich mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen sinnvoll in die Bundeswehr einbringen“, sagt Major Fischer. Das erwähnte er auch im Gespräch mit seinem Nachbarn in Sebexen, Generalmajor Achim Lidsba. Dieser ist Kommandeur der Führungsakademie in Hamburg Blankenese.

„Reservisten sind ein fester Bestandteil einer professionellen Armee“, hebt Generalmajor Lidsba hervor. „Mit ihren zivilberuflichen Qualifikationen und Erfahrungen bereichern sie die Streitkräfte.“ Sofort habe er seinem Nachbarn angeboten, an die Führungsakademie zu kommen.

Als Wehrpflichtiger war Major Fischer Soldat in der Schreibstube. An der Akademie leitet er als IT-Spezialist eigenverantwortlich ein Teilprojekt und bringt dabei sein berufliches Wissen mit ein. Im Rahmen seiner dreiwöchigen Wehrübung entwickelt er das „Konzept für das Informationsmanagement an der Führungsakademie der Bundeswehr“ weiter.

„Die Bundeswehr setzt zunehmend darauf, qualifizierte Reservisten als Spezialisten zu gewinnen und auch ihren zivilberuflichen Fähigkeiten entsprechend einzusetzen“, erklärt Hauptfeldwebel Jens Franke. Als Personalfeldwebel stellt er die organisatorische Schnittstelle zwischen Führungsakademie und ihren Reservisten dar.

Eine große Herausforderung in der Reservistenarbeit sei es, die berufliche Entwicklung ehemaliger Zeitsoldaten oder Wehrpflichtiger zu verfolgen. Aus ehemaligen Panzergrenadieren oder Matrosen seien inzwischen Chirurgen, Ingenieure oder Brückenbauer geworden, so Franke. Zu den Reservisten an der Führungsakademie gehören zum Beispiel Vorstandsvorsitzende, Professoren, Anwälte oder IT-Spezialisten. (jus)

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