Runder Tisch: Kalefeld will Flüchtlingshilfe verbessern

Kalefeld. Wie kann den Flüchtlingen in der Gemeinde Kalefeld besser geholfen werden? Darüber will Bürgermeister Jens Meyer am Dienstag, 8. September, mit engagierten Menschen bei einem Runden Tisch sprechen.

Das Treffen findet im Gasthaus Kasten-Wille in Kalefeld statt und beginnt um 19 Uhr.

„Es gibt sehr viele hilfsbereite Menschen, die sich schon jetzt einbringen und engagieren“, berichtet Meyer. So hätten einige Flüchtlinge bereits Fahrräder geschenkt bekommen, damit sie in den Ortschaften mobil sind. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis funktioniere sehr gut. In der Gemeinde Kalefeld selbst gebe es aber noch kein richtiges Netzwerk von Freiwilligen.

„Wir wollen die Hilfe besser koordinieren, damit sich der Einzelne nicht aufreibt und irgendwann überlastet ist“, erklärt Meyer. Zum Treffen sind deshalb neben interessierten Privatpersonen auch Vertreter der Kirche, die Ortsbürgermeister und die Polizei eingeladen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der Gemeinde Kalefeld in diesem Jahr 27 Flüchtlinge zugewiesen werden. Aktuell sind bereits 24 Menschen in der Kommune untergekommen. „Damit stoßen wir schon fast an die Kapazitätsgrenzen“, sagt Meyer. Schließlich könne man freien Wohnraum nicht einfach so aus dem Hut zaubern.

„Wir versuchen, alle Ressourcen zu nutzen und haben zum Beispiel schon das Leerstandskataster ausgewertet und Privatleute angerufen“, erklärt er. Neben den eigenen Liegenschaften habe die Gemeinde bereits zwei Privathäuser für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet und auch die Wohnung, die die Kommune für Obdachlose vorhält, soll hergerichtet werden.

„Die Prognose ist besorgniserregend“, so Meyer, denn die Kommune habe vieles nicht selbst in der Hand. Der Runde Tisch sei deshalb auch wichtig, um sich auch auf das vorzubereiten, was möglicherweise noch auf die Gemeinde zukommt.

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