Forschungsprojekt für Bad Gandersheim und Kalefeld

So funktioniert der neue EcoBus im Kreis Northeim

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Werben für das Projekt: Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer, Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Michael Pateschke, Christoph Brügge und Alice Gebauer jeweils vom Max-Planck-Institut aus Göttingen.

Bad Gandersheim/Kalefeld. Das EcoBus-Projekt, das während der Gandersheimer Domfestspiele für mehr Mobilität sorgen soll, startet bereits in wenigen Tagen.

Wir fassen alles Wichtige kompakt in Fragen und Antworten zusammen.

Was ist das sogenannte EcoBus-Projekt?

Es ist ein Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation aus Göttingen zusammen mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen und dem Regionalverband Großraum Braunschweig.

Wann läuft das Projekt konkret?

Während der Gandersheimer Domfestspiele vom 10. Juni bis 5. August.

Wo kann mit dem Bus gefahren werden?

Fahrten sind ausschließlich in der Kernstadt Bad Gandersheim, Heckenbeck und in der gesamten Gemeinde Kalefeld möglich. Außerdem dient der EcoBus als Verbindung zum Bahnhof Kreiensen. Nutzen kann das Angebot auch jeder, der nicht in diesen Orten wohnt. Die Fahrt kostet den üblichen VSN-Tarif.

Wieso gibt es diese Beschränkung auf diese Orte?

Das hat laut den Organisatoren mehrere Gründe. Zum einen sei die Busverbindung im Alten Amt und Bad Gandersheim laut vieler Bürger stark nachbesserungsbedürftig. Ausschließlich während der Schulzeit sind die Gemeinde Kalefeld und die Kurstadt miteinander per Bus verbunden. Da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, müsse irgendwo begonnen werden und die Voraussetzungen, viele Erkenntnisse aus den zwei Monaten zu ziehen, seien sehr gut. Ebenfalls Grund sind bestehende Konzessionen von anderen Busunternehmen, die man berücksichtigen musste.

Wann kann mit dem Bus gefahren werden?

Die Busse fahren montags bis donnerstags von 6 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis in die Folgenacht 2 Uhr und sonntags bis Mitternacht.

Wofür kann man den Service nutzen?

Im Prinzip für alles. Die Zeiten sind speziell auf die Domfestspiel-Vorstellungen zugeschnitten. Allerdings können innerhalb von Bad Gandersheim, Heckenbeck und der Gemeinde Kalefeld alle Fahrten wie sonst auch, beispielsweise zum Arzt, zum Kaffeetrinken, Ausflugszielen wie dem Harzhorn, Tongrube, Freibad Düderode und Hallenbad Bad Gandersheim, erledigt werden.

Wie fahre ich mit dem EcoBus?

Das Bestellen eines EcoBusses geht wesentlich komfortabler als mit einem Ruftaxi oder Rufbus. Entweder per Programm fürs Smartphone, einer sogenannten App, über das Internet oder eine Telefonnummer kann der Bus jederzeit gerufen werden. Er fährt nicht feste Linien, sondern während der bereits genannten Zeiten immer. Dabei errechnet ein intelligentes Computersystem vom Max-Planck-Institut die intelligenteste Route und fasst mehrere Anmeldungen zusammen.

Wo sind die Haltestellen für den Bus?

Kurz und knapp: Es gibt keine. Der Bus kommt nach Hause. Dafür muss man dann aber rechtzeitig an der Straße stehen, damit die weiteren Fahrgäste nicht warten müssen.

Wie viele Busse werden fahren?

Fünf neue Busse, voraussichtlich Mercedes Sprinter mit Hochdach, Platz für Kinderwagen, Rollatoren, Fahrscheindruckern und allem aus Bussen bekannten werden neu angeschafft. Möglich wird dies durch das vom Land Niedersachsen und der EU geförderten Projekt „Physik eines integrierten ÖPNV-Systems“.

Kann ich das Projekt noch mitgestalten?

Unbedingt. Dafür gibt es einen Workshop am 14. April von 10 bis 12 Uhr in der Oberschule Bad Gandersheim und in Kürze auch in Kalefeld. Bei den beiden Workshops werden auch die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in der Region in Fragebögen erfasst.

Was passiert nach der zweimonatigen Testphase?

Im Anschluss werden die gewonnenen Ergebnisse ausgewertet und geprüft, ob das Projekt weiterlaufen kann.

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