Messungen bleiben ungültig

Technische Panne: Bußgeld-Bescheide nach ungültiger Blitzer-Messung verschickt

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Hatte für Verwirrung gesorgt: Diese Ausschilderung an der Lindenbergkreuzung führte zu einer ungültigen Geschwindigkeitsmessung.

Echte. Eine technische Panne beim Landkreis Northeim lässt aktuell einige Autofahrer grübeln: Nach einer ungültigen Blitzer-Messung werden nun Bußgeld-Bescheide verschickt.

Nachdem bei einer Tempomessung am 15. Juni an der Bundesstraße 248 bei Echte ein Tempo-50-Verkehrsschild verschwunden war, wurde die Messung für ungültig erklärt. Post haben die Fahrer jetzt dennoch vom Landkreis bekommen.

Zwei Fahrer aus dem Alten Amt hatten sich daraufhin bei der HNA gemeldet. Sie wurden am Lindenberg geblitzt. In dem Bereich war für einige Stunden sowohl Tempo 50 als auch 70 ausgeschildert. Ursprünglich sollten die Messergebnisse für ungültig erklärt werden – jetzt wundern sie sich über die Post vom Landkreis.

Dieser hat sich mit diesem Sachverhalt direkt an die HNA gewandt, noch bevor eine entsprechende Presseanfrage rausgeschickt wurde. Sprecherin Anna-Madeleine Feg teilt mit, dass „ein technischer Fehler vorliegt und die Messergebnisse trotz des Vorfalls an das System übergeben worden sind. Demnach sind automatisch sowohl Anhörungen und Zeugenfragebögen im Bußgeldverfahren als auch Verwarnungen an die erfassten Fahrerinnen und Fahrer versendet worden“.

Der Landkreis Northeim sichert aber zu, dass die Messung als nicht auswertbar gilt. Deshalb seien sämtliche Verfahren umgehend eingestellt worden.

„Gleichzeitig erhalten alle betroffenen Personen eine Einstellungsbenachrichtigung. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, wird dies wieder zurückgezahlt“, heißt es in der Mitteilung des Landkreises Northeim.

Entfernen von Verkehrsschildern ist strafbar

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ergänzend zur bereits erfolgten Berichterstattung darauf hin, dass das Entfernen von Verkehrsschildern strafbar sein kann.

Im Paragraf 145 StVO Absatz 2 heißt es dazu: „Wer absichtlich oder wissentlich die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Schutzvorrichtungen (...) beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (...)“.

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