Treffpunkt in Westerhof soll barrierefrei werden

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Rollstuhlfahrer können den Treffpunkt in Westerhof derzeit nicht nutzen: Nach den Vorstellungen von Rudi Kunz, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins (links), und Ortsbürgermeister Horst Bredthauer soll vor der Turnhalle eine Rampe gebaut werden.

Westerhof. Auch mit Rollstuhl und Rollator sollen Besucher in Zukunft Zugang zur alten Schule haben. Die wurde in Eigenleistung in einen beliebten Treffpunkt umgebaut.

Mit viel Eigenleistung haben sich die Westerhöfer seit zehn Jahren die alte Schule zu einem vielseitigen Treffpunkt umgebaut. Der Heimatverein und die beiden Sportvereine haben hier ihr Domizil. Auch die Bücherei ist in dem Komplex am Berggarten neben dem Sportplatz untergebracht.

Aktualisiert um 11.08 Uhr.

Einziges Problem: „Der Zugang ist nicht barrierefrei“, erklärt Ortsbürgermeister Horst Bredthauer. Für die Jugendlichen oder die Sportler, die die Turnhalle nutzen, sei das zwar kein Thema. Doch in Zeiten des demografischen Wandels wollen die Westerhöfer auch auf Rollstuhlfahrer oder Rollator-Nutzer vorbereitet sein. Schließlich sollen alle Menschen den Treffpunkt nutzen können. „Auch die Kirche und das DRK halten hier ihre Tagungen ab“, berichtet Bredthauer. Geht es nach dem Ortsrat und den Vereinsvorsitzenden, soll der barrierefreie Zugang möglichst bald geschaffen werden. Nach ersten Planungen könnte zwischen dem Zugang zur Bücherei und dem Podest vor der Turnhalle eine Verbindung hergestellt werden. Entlang der breiten Treppe dann soll eine Rampe gebaut werden. So wären zumindest der obere Bereich des Treffpunkts und die Bücherei für Menschen mit Beeinträchtigungen erreichbar.

Da im aktuellen Haushaltsentwurf der Gemeinde keine finanziellen Mittel für das Projekt vorgesehen sind, wollen die Treffpunkt-Vereine das Projekt selbst in Gang bringen. Lediglich die Materialkosten soll die Gemeinde übernehmen, wünschen sich die Verantwortlichen.

Diesen Vorschlag nimmt Gemeindebürgermeister Jens Meyer gerne an. „Das würde die Kosten deutlich reduzieren“, sagt er. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, werde dadurch größer. Versprechen will er allerdings nichts. Auch andernorts stelle sich das Problem der Barrierefreiheit, zum Beispiel bei den Verwaltungsstellen der Gemeinde oder auch beim Dorfgemeinschaftshaus in Echte.

„Wir müssen abwarten, wie sich die Finanzsituation entwickelt und ob sich die Einnahmesituation verbessert“, so Meyer. Dann könne man in der zweiten Jahreshälfte einen Nachtrag zum Haushalt hinzufügen.

Von Julia Schwekendiek

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