90-jähriger Fahrer gestorben

Nach tödlichem Unfall in Echte: Politik fordert Kreisel für Lindenbergkreuzung

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Unfall mit Todesfolge: Auf der Lindenbergkreuzung hat es Ende Juni wieder gekracht. Der 90-jährige Fahrer dieses Wagens ist jetzt seinen Verletzungen erlegen. 

Echte. Der Unfall Ende Juni an der Echter Lindenbergkreuzung hat ein Todesopfer gefordert. Der Verkehrsknotenpunkt ist nun wieder zum politischen Thema geworden.

Nach dem schweren Unfall auf der Lindenbergkreuzung bei Echte ist der Verkehrsknotenpunkt, an dem sich die Bundesstraßen 248 und 445 sowie die Landesstraße 525 kreuzen, wieder politisches Thema geworden. Dort gab es am 26. Juni einen Unfall mit vier zum Teil schwer verletzten Personen.

Wie die Polizei jetzt auf HNA-Anfrage mitteilte, ist der damals schwerverletzte 90-Jährige seinen Verletzungen in der Göttinger Uniklinik erlegen.

Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer hat in der Ratssitzung in Eboldshausen erneut gefordert, die bereits 2014 angedachte Kreisellösung für die Kreuzung umzusetzen. „Uns wurde gesagt, dass die Kreuzung nicht unfallträchtig genug sei. Das haben wir zur Kenntnis genommen, zufriedenstellend ist das aber keinesfalls“, sagt Meyer der HNA. Mit Blick auf die vielen Blechschäden und aktuell den Unfall mit Todesfolge fordert die Gemeinde, dort tätig zu werden.

Zwölf Unfälle

Von 2012 bis 2017 gab es auf der Kreuzung zwölf Unfälle, die polizeilich erfasst wurden. Das berichtet Peter Schliep, Verkehrssachbearbeiter in der Polizeiinspektion Northeim-Osterode. Das sind zwei pro Jahr. Als Unfallschwerpunkt gelten aber nur Kreuzungen, auf denen es zu mindestens fünf Unfällen pro Jahr kommt. „Es gibt aber auch Blechschäden, die nicht polizeilich aufgenommen werden“, erklärt Schliep.

In Sachen Kreisel tätig werden kann die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim nicht. Das geht laut Leiter Udo Othmer nur, wenn eine Kreuzung nicht mehr leistungsfähig genug oder aber ein Unfallschwerpunkt sei. „Das ist bei dieser Kreuzung aktuell beides nicht der Fall“, sagt Othmer. Nur so werde der Bau des Kreisels durch Bundesmittel aber möglich.

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