Reptilien-Bestände auf alter Trasse der Kreisbahn entdeckt

Verhindert Eidechse den Radweg zwischen Kalefeld und Sebexen?

Zauneidechse Männchen
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Eine Zauneidechse, ein Männchen, entdeckt in der Nähe von Kassel. Foto: Jerzy Strzelecki/NH

Der Bau eines Radweges auf dem Bahndamm der ehemaligen Kreisbahn zwischen Kalefeld und Sebexen droht zu scheitern.

Kalefeld - Der Radweg auf der Bahndamm der Ex-Kreisbahn sowohl zwischen Kalefeld und Sebexen als auch zwischen Billerbeck und Kreiensen steht vor dem Aus. Das wurde am Rande der Sitzung des Kalefelder Gemeinderats bekannt.

Wie Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer auf HNA-Nachfrage berichtete, sei daran das Vorkommen von Eidechsen schuld. Die Landesnaturschutzbehörde habe der Gemeinde vor etwa einem Jahr mitgeteilt, dass auf dem Bahndamm, auf dem der verkaufen soll, Bestände von Eidechsen entdeckt worden seien. Deshalb könne dort kein Radweg gebaut werden.

Der Bahndamm der ehemaligen Kreisbahn an Kalefeld vorbei verläuft ganz links im Luftbild.

Laut Straßenbaubehörde Bad Gandersheim hat ein Gutachten Bestände sowohl von Zaun- als auch Waldeidechsen auf dem Bahndamm entdeckt. Zumindest die Zauneidechse steht auf der Roten Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten und ist streng geschützt.

Meyer: „Damit wären unsere seit Jahren gehegten Pläne für die dringend benötigte Radwegverbindung einfach Makulatur. Das kann doch nicht sein.“ Die Gemeinde werden deswegen die Straßenbaubehörde Bad Gandersheim auffordern, nach der Kommunalwahl im dann neuen Bauausschuss der Gemeinde Reede und Antwort zu stehen.

Der Bürgermeister: „Dann sollten wenigstens Alternativen aufgezeigt werden.“ Denkbar seien vielleicht Teilabschnitte des Radwegs auf anderen Routen, etwa im Bereich der Ortslage von Kalefeld. In freier Ortslage zwischen Kalefeld und Sebexen sowie an Sebexen vorbei könnte dann der Bahndamm doch genutzt werden.

Die Landesbehörde sollte darlegen, wie sie sich das weitere Vorgehen in Sachen Radwegebau vorstellt, so der Bürgermeister.

Radweg Imbshausen-Echte

Auch um einen anderen Radweg ging es in der Ratssitzung. So berichtete Meyer auf Anfrage aus dem Rat, dass der Bau des Radwegs zwischen Imbshausen und Echte wohl noch im Herbst dieses Jahres starten solle.

Auch die Grundstücksverhandlungen für den Radwegebau im Bereich des Echter Friedhofs seien schon länger abgeschlossen. Die Hecke des Friedhofs, in deren Bereich der Radweg laufen soll, werde entfernt und ein paar Meter ins Friedhofsgelände hineinversetzt. Die Kosten trage der Bund. (Axel Gödecke)

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