1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim

Städte im Kreis Northeim nehmen Kampf gegen Hitze-Kollaps auf

Erstellt:

Von: Axel Gödecke

Kommentare

Die Teiche am Tourlaviller Wall in Northeim sollen mehr und frischeres Wasser durch Zuleitung von Seldewasser bekommen. Auch dieses Maßnahme soll zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
Die Teiche am Tourlaviller Wall in Northeim sollen mehr und frischeres Wasser durch Zuleitung von Seldewasser bekommen. Auch dieses Maßnahme soll zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. © Axxel Gödecke

Die Mittelzentren Northeim und Uslar schnüren Pakete für besseres Stadtklima

Landkreis Northeim – Die Temperaturen in den Innenstädten steigen mit der Erderwärmung. Die Mittelzentren Northeim und Uslar haben Pakete dagegen geschnürt.

Die Stadt Northeim nennt als Beispiel, dass im städtebaulichen Konzept für den südlichen Wieter Frischluftschneisen festgelegt wurden, die freizuhalten seien. Seit 2015 sei ein Klimaschutzkonzept in Kraft, an dessen Umsetzung kontinuierlich gearbeitet werde.

Stadt verteidigt Münsterplatz-Umgestaltung

In den kommenden Jahren rücke die Umgestaltung von Flächen – teils durch Entsiegelung – stärker in den Fokus. Mittel für die Umgestaltung von Verkehrsflächen würden im kommenden Doppelhaushalt vorgesehen. Verteidigt wird von der Verwaltung die Umgestaltung des Münsterplatzes durch Pflasterung. Zwar verschwinde eine Rasenfläche. Durch das vorgesehene Wasserspiel und Neupflanzungen von Bäumen werde jedoch ein Beitrag zur Abkühlung eines innerstädtischen Aufenthaltsortes geleistet.

Frisches Wasser für die Teiche

Mit Fördergeld aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ werde demnächst die Frischwassereinspeisung in die Teiche der Wallanlagen realisiert. So soll die Wasserqualität verbessert und ein Beitrag zur Klimaanpassung geleistet werden.

Erfolge könne man bei der Umrüstung der Straßenlampen auf LED sowie in städtischen Einrichtungen durch energetische Gebäudesanierungen und Modernisierungen der Gebäudetechnik nachweisen, was sich auch finanziell durch sinkende Betriebskosten zeige.

Schottergärten unerwünscht

Zur Klimaentlastung trügen der Ausbau der E-Mobilität sowie die Errichtung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen an privaten und öffentlichen Einrichtungen bei. Mit Infoveranstaltungen kläre man über die Problematik der Schottergärten auf, die das Stadtklima aufheizen.

Die Stadt Uslar betreibe Hitzeprävention im Rahmen etlicher Klimaschutz-Aktivitäten, heißt es von der Uslarer Stadtverwaltung. So bestehe sowohl ein Klimaschutzplan für die Stadt als auch ein Masterplan Innenstadt.

Uslar baut Schloss- und Lavespark um

Es sei gelungen, zusätzliche Mittel aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“ zu gewinnen, die für eine Umgestaltung des Schloss- und des Lavesparks als grüne Oase in der Innenstadt verwendet werden sollen.

Außerdem beabsichtigt die Verwaltung, gemeinsam mit dem Rat das Thema Steingärten anzugehen. Ziel sei es, die Bürger zu sensibilisieren, die weitere unnötige Versiegelung von Grünflächen auf privaten Flächen zu vermeiden. (Axel Gödecke)

Auch interessant

Kommentare