Vereine planen für neue Session

Karneval im Kreis Northeim soll wieder stattfinden

Karneval HöckelheimRosenmontag Umzug
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Rosenmontagsumzug in Höckelheim

Der Karneval im Landkreis Northeim soll nicht noch ein weiteres Mal wegen Corona ausfallen. Die Vereine im Kreisgebiet planen vorsichtig die Session.

Landkreis Northeim - Zumindest die traditionellen Aktivitäten rund um Rosenmontag (28. Februar 2022) sollen stattfinden, wenn nötig auch etwas abgespeckt.

Abstriche gibt es aber beim Karnevalsauftakt rund um den 11. 11. dieses Jahres. So verzichten beispielsweise die Narren in Imbshausen auf ihre Büttenabende. Dafür sei der Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit 120 Plätzen einfach zu eng, sagt Bianca Meyer, Vorsitzende des Karnevalsvereins. Den Straßenkarneval am Sonntag vor Rosenmontag hoffe man jedoch, wieder veranstalten zu können. Meyer: „Eventuell mit Plan B auch kleiner.“

In der anderen Hochburg des Straßenkarnevals, Höckelheim, soll es möglicherweise auch schon zum Karnevals-Auftakt am 6. November einen Büttenabend in der Mehrzweckhalle geben. Allerdings nicht so üppig wie sonst. Vorsitzender Siegfried Ellies: „Wir kommen jetzt zusammen, um das Ob und Wie zu besprechen, auch ob das mit 2G- oder 3G-Regel stattfinden soll.“

Siegfries Ellies

Der Rosenmontagsumzug in Höckelheim, traditionell der größte im Landkreis, soll stattfinden. Die Wagenbauer würden aber ohnehin erst ab Januar aktiv werden, so Ellies.

Die Karnevalsfreunde in Hollenstedt, die ebenfalls traditionell einen größeren Umzug veranstalten, planen laut ihres Präsidenten Christian Frohme, voll durchzustarten. So soll der Karnevalsball mit Showeinlagen am 12. Februar in der Northeimer Stadthalle unter 2G-Regelung stattfinden. Auch der Umzug mit anschließender Party im Zelt auf dem Sportplatz seien in Planung.

Im Raum Uslar planen die Veranstalter ebenfalls wieder närrisches Treiben. So sollen die großen Doppel-Büttenabende in Schoningen am 11. und 12. Februar sowie in Vernawahlshausen am 25. und 26. Februar auf jeden Fall stattfinden, wie die Verantwortlichen betonen. Die Karnevalisten in Schoningen und Vernawahlshausen planen alle Veranstaltungen mit voller Bestuhlung. Falls es behördliche Auflagen gibt, stehen jeweils laut Jürgen Grabowsky vom SC Schoningen Alternativen zur Verfügung: Eine geringere Platzzahl. Dann plane man eine Hybridveranstaltung live und im Internet oder wieder die gänzliche Verlagerung der Veranstaltungen ins Internet..

 In Hollenstedt setzen die Karnevalsfreunde voll auf die 2G-Regel, wie Präsident Christian Frohme bestätigt. Sowohl der Ball am 12. November in der Northeimer Stadthalle als wahrscheinlich auch die Party nach dem Umzug Anfang Februar im Festzelt sollen als 2G-Veranstaltungen mit Vorverkauf stattfinden. Frohme: „Es ist noch Zeit genug, da kann sich bis dahin jeder drauf einstellen und sich vielleicht auch noch impfen lassen.“

Für Frohme ist es enorm wichtig, dass wieder Karneval stattfindet, nicht nur für die 300 Mitglieder, sondern für das ganze Dorf. „Noch ein Jahr Pause, das geht einfach nicht, dann fällt alles auseinander.“ Ein Prinzenpaar werde man wohl nicht proklamieren, aber die Tanzgruppen der Karnevalsfreunde seien jetzt schon im Training, so Frohme.

Wie genau die Karnevalssession in Kalefeld aussehen wird, steht nach den Worten von Timo Schneidenbach, Präsident der Interessengemeinschaft Kalefelder Karneval, noch nicht fest. Einen Umzug soll es geben, ein Rundschreiben an die Wagenbauer sei geplant. Eher fraglich sei allerdings, ob es wieder eine Karnevals-Party im Großzelt auf dem Kalefelder Schützenplatz geben wird. Wenn, dann nur mit deutlich abgespecktem Programm. Der traditionelle Sturm des Rathauses sei aktuell nicht geplant, so Schneidenbach.

Bei einem Treffen der regionalen Karnevalsvereine im Norden des Landkreises, das in diesen Tagen in Lauenberg stattfand, und an dem auch Karnevalisten aus Hollenstedt, Moringen, Fredelsloh teilnahmen, war man sich ebenfalls einig, dass die Karnevalsveranstaltungen vor Ort möglichst wieder stattfinden sollen, indoor unter 2- oder 3G-Regelung. Beim Straßenkarneval schaue man gespannt insbesondere auf das Rheinland und die dortigen Vorgaben, berichtet Dieter Falke, Präsident des Karnevalsvereins Rot-Weiß Fredelsloh von dem Treffen.

Auch in Trögen wollen die Narren wieder Karneval feiern, traditionell mit zwei Büttenabenden im Saal und Katerfrühstück am Wochenende vor Rosenmontag. „Die Gruppen haben große Lust, endlich wieder was zu machen“, sagt Nadine Paul vom Elferrat. Mit 2G sollte das auch möglich sein, fährt sie fort. „Und wenn nicht, dann verschieben wir das eben in den Sommer, und dann vielleicht sogar draußen.“

Ein Jahr Karnevalspause wegen Corona

Ende 2020 und Anfang 2021 sind alle Live-Karnevalsveranstaltungen im Kreis Northeim wegen Corona ausgefallen. Die Umzüge und Veranstaltungen um die Rosenmontagszeit konnten im Februar 2020 noch stattfinden, weil die Pandemie den Landkreis noch nicht erreicht hatte.

Die für die Narren wichtigen Termine in diesem und kommenden Jahr sind der Faschingsauftakt am Donnerstag, 11. 11., sowie die Wochen vor dem Rosenmontag, der 2022 am 28. Februar ist. (Axel Gödecke)

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