Katlenburg-Lindau geht als „WIR“ ins Jahr 2025

Zum Leitbild gehört vieles dazu: Hier sind etliche Punkte aufgeführt, die es zu berücksichtigen gilt. Ein Punkt ist dabei die Verbesserung der Außendarstellung der Gemeinde Katlenburg-Lindau. Fotos:  Oschmann

Von Hans-J. Oschmann Katlenburg-Lindau.Der Gemeinderat verabschiedet strategisches Leitbild für die Gemeinde Katlenburg-Lindau

Die Gemeinde Katlenburg-Lindau schaut weit nach vorn: Der Rat hat gerade ein Leitbild verabschiedet, das die Entwicklung der Kommune bis zum Jahr 2025 begleiten wird. „Dieses Gerüst muss jetzt mit Zahlen und Daten konkretisiert und ständig aktualisiert werden“, gibt Bürgermeister Uwe Ahrens die Marschroute vor. Das ist eine gemeinsame Aufgabe für Politik und Verwaltung

Erarbeitet wurde das Leitbild in einer dreijährigen Phase von Prof. Arnim Goldbach, der zusammen mit dem ehemaligen Kämmerer Heinz Zietlow den doppischen Haushalt für Katlenburg-Lindau als eine der ersten Kommunen in Niedersachsen auf den Weg gebracht hat.

Ziel ist es in erster Linie, die Leistungsfähigkeit der Gemeinde durch eine strategisch politische Steuerung auf Dauer sicherzustellen, erläuterte Goldbach. „Katlenburg verfügt zum Beispiel über eine gute Finanzlage, aber das muss nicht auf Dauer so bleiben“, sagte der wissenschaftliche Berater zur doppischen Gemeindehaushaltswirtschaft. Fakten wie der demographische Wandel könnten dem entgegen stehen. „Dann kann aus dem Leitbild schnell ein Leid-Bild werden.“

Prioritäten setzen

Wichtig für die Gemeinde ist es, Schwerpunkte zu setzen, darauf zu achten, dass Werte wie Gebäude oder Straßen durch rechtzeitige Sanierungen oder Instandsetzungen in der Substanz erhalten werden, dass das Eigenkapital stimmt und dass der Schuldenstand überschaubar ist.

Als wichtig stellte Goldbach das Wort „WIR“ heraus. Ver-W-altung, Pol-I-tik und Bü-R-ger seien gemeinsam gefordert, für ein soziales Image innerhalb der sieben Ortschaften zu sorgen, denn Katlenburg-Lindau stehe in Konkurrenz mit anderen Gemeinden und müsse dabei bestehen. „Dass das nicht leicht wird, verrät bereits der Blick auf den Schwund von 400 Einwohnern auf jetzt 7200 in den vergangenen zehn Jahren“, sagte Goldbach.

Er mahnte zu einem guten Miteinander, denn wer sich in den Haaren liege, erreiche nichts. „Da ist es gut zu hören, dass die Übereinstimmung zwischen Rat und Verwaltung in Katlenburg-Lindau bei gut 90 Prozent liegt.“ Und er fügte hinzu: „Wir ziehe alle an einem Strang und wissen, wo wir hin wollen.

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