Bayerische Firma stellt neueste Planungen vor

Unternehmen plant 11 Windräder auf zwei Flächen bei Berka und Gillersheim

Windkraftanlagen vor einem wolkigen Himmel.
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Windräder (Syymbolbild).

In der Gemeinde Katlenburg-Lindau sollen zwei Windparks entstehen, einer bei Berka unterhalb des Duttberges und ein weiterer zwischen Gillersheim und Bilshausen.

Katlenburg-Lindau - Planende Firma ist das Münchener Unternehmen „BayWa r.e. Wind GmbH“. Und das ist jetzt mit seinen zwei Projekten in die Öffentlichkeit gegangen.

Mit im Boot sind dabei auch die Grundeigentümer aus beiden Bereichen Gillersheim und Berka, die sich in Sprecherkreisen zusammengeschlossen haben. Diese seien sich mit der „BayWa r.e. Wind GmbH) einig, die Projekte voranzutreiben, heißt es in einer Mitteilung.

Bei Gillersheim entlang des Renshäuser Baches zwischen Gillersheim und Bilshausen ist ebenfalls ein Windpark angedacht.

Entstehen sollen laut Dr. Meike Hellmich, Regionalleiterin im Büro Braunschweig der „BayWa r.e. Wind GmbH“ auf der 330 Hektar großen Fläche östlich von Gillersheim sechs bis acht Windräder und auf dem anderen 155 Hektar großen Areal bei Berka bis zu fünf Anlagen. Beide Flächen seien bereits 2016 über Nutzungsverträge gepachtet worden.

Die „BayWa r.e. Wind“ ist ein Tochterunternehmen der BayWa AG, einem bayerischen Landwirtschaftskonzern mit genossenschaftlichen Wurzeln. Es realisieret nach eigenen Angaben seit über 30 Jahren Windenergieprojekte in Deutschland und international. Zum jetzigen Zeitpunkt befinde sich die Firma im Informationsaustausch mit dem Sprecherkreisen und allen Flächeneigentümern vor Ort, heißt es weiter. Ein weiterer Informationsaustausch mit den Bürgern vor Ort sei geplant.

Bei Berka sind Windräder geplant. Die in Rot dargestellte Windparkfläche stellt die angenommene baurechtlich erforderliche Abstandsfläche dar.

Im Anschluss würden die notwendigen naturschutzfachlichen Gutachten sowie weitere Gutachten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erstellt.

Auch übers Internet auf der Seite von Bayware.de unter Projektierung und dem Link Projektentwicklung könnten sich die Bürger vor Ort jederzeit ein Bild vom Stand der Projektentwicklung machen.

Die betroffenen Gemeinden, in denen das Energie-Unternehmen Windkraftanlagen realisiert, sollen zudem am Stromerlös teilhaben können, verspricht das Unternehmen.

Möglich sei dies durch eine kürzlich erfolgte Erneuerung im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG).

Demnach beteilige BayWa r.e. auf Wunsch die Gemeinden in einem Umkreis von 2,5 Kilometern Entfernung zur Windenergieanlage am Stromerlös.  

Bürgermeister: Raumordungsprogramm erst im Entwurfsstadium

Der Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) , in dem die Windvorranggebiete eingezeichnet sind, ist in den Gremien des Kreistages noch nicht eingebracht, sagt Katlenburg-Lindaus Bürgermeister Uwe Ahrens zu den BayWa-Plänen bei Berka und Gillersheim zwei Windparks errichten zu wollen.

Im Entwurf seien beide Gebiete – und daneben noch ein drittes kleineres zwischen Wachenhausen und Gillersheim – zwar enthalten, doch in der Stellungnahme zum RROP-Entwurf werde die Gemeinde die Flächen noch einmal intensiv für eventuelle Einwendungen unter die Lupe nehmen. Da spielten auch das gemeindliche Vorkommen von Rotmilan und Schwarzstorch sicher eine Rolle. „Da werden wir genaue Untersuchungen abfordern.“

Eine weitere Problematik ergebe sich daraus, die Gemeinde bei Berka südlich der Bundesstraße 241 ein Wohnbaugebiet mit rund 45 Grundstücken plane und das Bauleitverfahren dafür schon eingeleitet habe. Bei einem Abstand von 1000 Metern zum Windpark gebe es in Teilen Überschneidungen. (Axel Gödecke)

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